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Kein Respekt bei der Hymne! Unschöne Bedingungen bei Israel gegen Irland - Cristiano Ronaldo bei Portugals Sieg auf der Bank

Sport

Ohne den 90 Minuten auf der Bank sitzenden Cristiano Ronaldo hat Portugal ein Ausrufezeichen gesetzt. Im Nations-League-Duell beim WM-Viertelfinalisten Norwegen gewann Portugal mit 2:1 (1:0). Beim zweiten Sieg im zweiten Spiel unter Portugals neuem Nationaltrainer Jorge Jesus gelang dem Titelverteidiger die Antwort auf den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von Norwegens Star-Stürmer Erling Haaland.

Wie schon beim erfolgreichen Jesus-Debüt gegen Wales besorgte Joao Felix (17.) die Führung. Sturmkollege Goncalo Ramos, der für Ronaldo in die Startelf rückte, erzielte den zweiten Treffer Portugals (54.). Kurz zuvor hatte Haaland (51.) Norwegen wieder Hoffnung gemacht.

Nach dem 1:0-Erfolg zum Auftakt gegen Wales hatte der 72-jährige Jesus bei seinem ersten richtigen Härtetest drei Wechsel vorgenommen. Neben dem angeschlagenen Bruno Fernandes, der gar nicht erst im Kader stand, rotierten neben Kapitän Ronaldo und Vitinha zwei weitere namhafte Spieler aus der ersten Elf.

Felix erhielt erneut das Vertrauen von seinem früheren Vereinstrainer Jesus, unter dem der Stürmer bereits bei Al-Nassr in Saudi-Arabien aufgeblüht war. In der 17. Minute traf er in Oslo erneut aus der Distanz sehenswert das Tor.

Nachdem Norwegen in der ersten Hälfte noch vergeblich angerannt war und sich ein klares Chancenplus erspielt hatte, zeigte sich Haaland dann kurz nach der Pause hellwach. Portugals Torhüter Diogo Costa konnte einen Freistoß von Martin Ödegaard nur nach vorne abwehren und Haaland setzte erfolgreich nach.

Weil aber auch Norwegens Torhüter Örjan Nyland, der beim Bundesligisten RB Leipzig unter Vertrag steht, kurz darauf patzte, gelang den Portugiesen die schnelle Antwort. Im Spielaufbau hatte Nyland Ramos direkt in die Füße gespielt, der den Keeper sehenswert aus rund 20 Metern per Heber überwand.

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Iren gewinnen umstrittenes Duell mit Israel klar

Keine Handshakes, kein Respekt bei der Hymne - und keinerlei freundschaftlicher Umgang: Das umstrittene Nations-League-Duell zwischen Israel und Irland hat zwar sportlich einen klaren Sieger gefunden, fand aber unter höchst unschönen Bedingungen statt. Beim 3:0 (3:0) der Iren im ungarischen Debrecen stand nicht der Fußball im Mittelpunkt.

Die Spieler beider Teams verzichteten auf die sonst üblichen Gesten. Die Iren neigten ihren Kopf beim Abspielen der israelischen Hymne zu Boden, es gab weder Shakehands noch das Übergeben eines Wimpels. Einlaufkinder waren ebenso wenig vor Ort wie irische Fans. Überhaupt waren nur sehr wenige Zuschauer im Stadion, die Partie war auch für den deutschen Schiedsrichter Harm Osmers eine große Herausforderung.

Die Republik Irland gehört seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben. Israels Existenzrecht wird ausdrücklich betont, gleichzeitig hat Dublin 2024 den Staat Palästina offiziell anerkannt.

Erst nach einer langen Mannschaftssitzung hatten die Iren zugestimmt, das Spiel zu bestreiten. Torwart Gavin Bazunu wiederum wollte nicht gegen Israel antreten. Trainer Heimir Hallgrímsson betonte im RTE-Interview, dass dies "eine der herausforderndsten Wochen für mich als Trainer" gewesen sei: "Wir befinden uns in Situationen, die wir so noch nicht erlebt haben."

Die irischen Spieler trugen schwarze Armbinden – eine Geste, die David Courell, der Geschäftsführer des irischen Fußballverbands, am Samstag als "Würdigung aller im Gaza-Konflikt verlorenen Menschenleben" bezeichnete. Troy Parrott (13.), Adam Idah (16.) und Jack Moylan (25.) erzielten die Tore für die Iren.

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Niederlande sorgt sich um verletzten Cody Gakpo

In Serbien setzte sich derweil die Niederlande im zweiten Spiel in Deutschlands Nations-League-Gruppe mit 2:1 (1:0) durch, musste den Sieg aber womöglich teuer bezahlen: Stürmer Cody Gakpo, jüngst Torschütze beim 1:1 gegen Deutschland, musste mit schmerzendem Knöchel schon früh vom Platz.

Der Profi des FC Liverpool wurde von Sasa Lukic (12.) gefoult und signalisierte wenig später, dass er nicht weiterspielen kann. Mexx Meerdink (30.) sorgte per Foulelfmeter für die verdiente Führung. Nach dem Ausgleich durch den früheren Frankfurter Luka Jovic (46.) traf erneut Meerdink (69.).

Die Niederländer bestimmten das Spiel von Beginn an, hatten aber Probleme, Torchancen herauszuspielen. Als Crysencio Summerville im Strafraum gefoult wurde, nutzte Meerdink die Chance vom Elfmeterpunkt eiskalt. Kurz darauf hätte der Dortmunder Joey Veerman eine Ecke fast direkt verwandelt, Serbiens Torhüter Vanja Milinkovic-Savic reagierte aber schnell (36.).

Direkt nach der Pause schlugen die Serben zurück. Dank Meerdink, bestens eingesetzt von Ruben van Bommel, jubelten am Ende aber die Gäste.

Nations League: Österreich siegt souverän gegen Kosovo

Ralf Rangnicks Österreicher gewannen indes gegen Außenseiter Kosovo im Ernst-Happel-Stadion in Wien mit 3:1 (2:0), in der Gruppe B3 liegt die Auswahl des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) somit mit sechs Punkten souverän an der Tabellenspitze.

Nach durchwachsener WM befindet sich die Rangnick-Auswahl mitten im Umbruch, doch gegen Außenseiter Kosovo fiel die Nichtberücksichtigung zahlreicher etablierter Leistungsträger wie WM-Kapitän David Alaba kaum ins Gewicht. So feierte Innenverteidiger David Affengruber nach Vorarbeit vom Ex-Bremer Romano Schmid in seinem zweiten Länderspiel sein Tordebüt (23.), kurz vor dem Pausenpfiff gelang dann auch dem Schalker Stürmer Junior Adamu seine Torpremiere im ÖFB-Dress (45.+2).

Auch in Halbzeit zwei zeigte das Team eine engagierte Leistung und erhöhte durch Carney Chukwuemeka (61.) - für den Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund war es im Gegensatz zu seinen Kollegen jedoch bereits das zweite Tor im Nationalteam. In der Schlussphase schlugen dann jedoch die Gäste zu, nach einem Foul Affengrubers verwandelte Edon Zhegrova den resultierenden Elfmeter (83.) souverän.

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