DAX +0,36 % 26.393,76 Pkt 16:52:37 MDAX +0,31 % 32.363,63 Pkt 16:52:36 Euro Stoxx 50 -0,02 % 6.538,06 Pkt 16:52:30 Dow Jones -0,61 % 53.511,86 Pkt 17:07:28 S&P 500 -0,30 % 7.775,93 Pkt 17:07:36 Nasdaq -0,11 % 26.774,05 Pkt 17:07:35 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,78 % 4.472,10 USD 16:57:32 Silber +1,85 % 66,31 USD 16:57:34 Brent -0,02 % 88,50 USD 16:57:17 WTI -0,28 % 82,17 USD 16:57:37 Bitcoin +1,71 % 63.892,34 USD 17:07:35 EUR/USD +0,45 % 1,15870 USD 17:06:55 EUR/GBP -0,02 % 0,85470 GBP 17:07:37 EUR/CHF -0,13 % 0,93780 CHF 17:07:31 EUR/JPY +0,37 % 184,561 JPY 17:07:37

Keine gute Nachricht: Pflanzenvielfalt in Europa nimmt zu

Wissenschaft

Biodiversität Mehr Pflanzenvielfalt in Europa bedroht heimische Arten Stand: 01.07.2026 16:32 Uhr Die Zahl der Pflanzenarten ist in den vergangenen 100 Jahren in vielen Ökosystemen Europas eher gewachsen. Doch das ist keine gute Nachricht: Obwohl es lokal mehr Arten gibt, sind die entweder Generalisten oder gebietsfremd und konkurrieren deshalb mit den ursprünglich heimischen Arten. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle. Es klingt zwar paradox, aber dadurch, dass die Anzahl der Pflanzenarten auf lokaler Ebene zunimmt, sind heimische Arten zunehmend bedroht. Das unterscheide sich von der globalen Ebene, heißt es vom Forschungsteam der Universität Halle, denn auf der würden Arten eher verdrängt und oder sterben aus. Auf lokaler Ebene jedoch sei dieser Wandel nicht so einfach ersichtlich, so die Ökologen. Europaweite Analyse über 100 Jahre Das Hallenser Forschungsteam hat gemeinsam mit Forschenden aus insgesamt 21 Ländern erstmals eine europaweite Analyse darüber erstellt, wie sich die Pflanzenvielfalt auf lokaler Ebene in den vergangenen 100 Jahren verändert hat. Dafür nutzten sie mehr als 57.000 sogenannte Vegetations-Zeitreihen. Darin sind die Pflanzen an einem bestimmten Ort systematisch über einen längeren Zeitraum immer wieder erfasst worden. Außerdem haben die Forschenden darauf geachtet, ob die Lebensräume über die Zeit stabil waren oder ob sie sich auf natürliche Weise oder durch menschliches Eingreifen verändert haben. Wir können erstmals detaillierte Einsichten zu einem Großteil aller europäischen Lebensraumtypen geben. Prof. Dr. Helge Bruelheide, MLU Das Ergebnis der Analyse: Im Schnitt ist die Anzahl der Arten auf den Flächen in ganz Europa im untersuchten Zeitraum um 0,2 Prozent pro Jahr angestiegen. Allerdings fiel das je nach Ökosystem durchaus unterschiedlich aus. In Feuchtgebieten und Mooren etwa hat es demnach die stärkste Veränderung gegeben - insbesondere dort, wo die Lebensräume gestört wurden. Im Grünland hingegen sind die Veränderungen deutlich geringer ausgefallen. Mehr Artenvielfalt zeugt nicht von intaktem Lebensraum Dass auf den kleinen Flächen im Laufe der Zeit immer mehr Pflanzenarten gezählt wurden, sei aber gar keine gute Nachricht, betonen die Forschenden. Denn man müsse genauer hinschauen: Bei den hinzugekommenen Arten handle es sich nämlich entweder um sogenannte Generealisten, die beinahe überall vorkommen können, oder aber um gebietsfremde Arten. Und wenn die mehr werden, spreche das dafür, dass der Lebensraum alles andere als intakt sei. Tatsächlich sorgen diese Neulinge nämlich dafür, dass heimische spezialisierte und seltene Pflanzen langfristig verdrängt werden können. Außerdem ist dem Forschungsteam zufolge auch die Gesamtzahl aller Arten, die man auf allen Flächen eines Lebensraumtyps gefunden hat, nicht gewachsen - obwohl diese neuen Arten hinzugekommen sind. Das spricht dafür, dass im gleichen Zeitraum auch schon Arten verschwunden sind. (MLU/kie)

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren