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Keine Polarlichter: Seltenes Himmelsphänomen sorgt für Staunen

Wissenschaft

Was leuchtet da denn mitten in der Nacht am Horizont? Diese Frage haben sich so einige Menschen in Pasewalk und in Vorpommern in der Nacht zum Freitag gestellt. Polarlichter waren es nicht. Aber was dann? Es handelte sich um leuchtende Nachtwolken, in Fachkreisen heißen sie Noctilucent Clouds (NLC).

Eiswolken im Sommer

Es sind silbrig-blau leuchtende Eiswolken in etwa 81 bis 85 Kilometern Höhe, heißt es in der Fachliteratur. Sie entstehen in den Sommermonaten und reflektieren das Sonnenlicht, wenn die Sonne bereits untergegangen ist. Dadurch heben sie sich vom dunklen Nachthimmel ab.

Temperaturen von bis zu minus 140 Grad

Das Phänomen tritt vor allem in den Monaten Mai bis August auf. Im Sommer ist die Hochatmosphäre (Mesosphäre) extrem kalt. Dort herrschen Temperaturen von bis zu minus 140 Grad. In dieser eisigen Schicht kondensiert winziger Wasserdampf an kosmischem Staub oder Meteoritenpartikeln zu Eiskristallen.

Da die Wolken so hoch liegen, werden sie am späten Abend oder in der ersten Nachthälfte noch von der Sonne angestrahlt, während sich der Beobachter bereits im Erdschatten befindet.

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