Keine Rettung für Traditionsunternehmen
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„Bedauern diese Entwicklung sehr“: Keine Rettung für Traditionsunternehmen – Betrieb wird eingestellt
Von: Julian Baumann
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Die Hoffnung auf einen Investor hat sich für die Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH nicht erfüllt. Der Betrieb muss eingestellt werden.
Baiersbronn – Erst vor wenigen Tagen hieß es, dass der Investorenprozess für die insolvente Traditionsfirma Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH noch andauert, das Zeitfenster für eine Rettung aber immer knapper wird. „Sollte der laufende Transaktionsprozess nicht rechtzeitig erfolgreich abgeschlossen werden, muss der Geschäftsbetrieb mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingestellt werden“, hatte die Kanzlei des vorläufigen Insolvenzverwalters Jan Markus Plathner, Brinkmann & Partner, am 26. August erklärt. Nur wenige Tage später scheint das Schicksal des Unternehmens und seiner 220 Mitarbeiter besiegelt zu sein.
„Leider haben sich die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Abschluss des laufenden Investorenprozesses der Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH nicht erfüllt“, lautet die Hiobsbotschaft in einer nur einen Tag später, am 27. August, versandten Pressemitteilung. „Der potenzielle Investor hat mitgeteilt, die geplante Transaktion nicht weiterzuverfolgen.“ Die bundesweit bekannte Sternehochburg verliert demnach ein Traditionsunternehmen und die 220 Mitarbeiter stehen vor einer unklaren Zukunft. Jüngst war auch bekannt geworden, dass die Feinkostkette Oil & Vinegar mit 19 Filialen ihren Betrieb eingestellt hat.
„Keine Einigung“ für die Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH erzielt
Die Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH gehört mit etwa 220 Mitarbeitern und einem Umsatz von zuletzt 80 Millionen Euro zu den bedeutendsten Herstellern von Frischfaserkartons in Europa. Der erhebliche wirtschaftliche Druck machte aber eine Sanierung notwendig, an der bis zuletzt unter großem Einsatz gearbeitet wurde. „Trotz dieser intensiven Bemühungen konnte vor dem Hintergrund der weiterhin sehr schwierigen wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen keine Einigung erzielt werden“, heißt es in der Mitteilung. Mit der Eröffnung des Regelverfahrens muss der Betrieb eingestellt werden.
„Die Geschäftsführung und die Insolvenzverwaltung bedauern diese Entwicklung sehr – insbesondere mit Blick auf unsere Mitarbeitenden und den Standort Baiersbronn“, wird in der Mitteilung betont. „Die weiteren Schritte werden nun kurzfristig und eng mit allen Beteiligten abgestimmt.“ Eine eigenständige Fortführung nach Verfahrenseröffnung sei aufgrund der dann wieder geltenden Vollkosten und beschränkter Preiserhöhungsmöglichkeiten nicht möglich, hieß es bereits in der vorherigen Mitteilung von Brinkmann & Partner. Bei Google ist der Status des Unternehmens bereits als „dauerhaft geschlossen“ angegeben.
Baiersbronn Frischfaser Karton GmbH hat eine lange Tradition in der Schwarzwald-Gemeinde