Kennedy Center: Stelle von Trumps Name seit Monaten verhüllt - jetzt kommt der Grund ans Licht
Startseite Politik Kennedy Center: Stelle von Trumps Name seit Monaten verhüllt – jetzt kommt der Grund ans Licht Von: Myriam Nollte Uns auf Google folgen Kennedy Center: Trumps Namensschild hat historische Marmorfassade beschädigt. Washington – Seit über zwei Monaten hängt eine riesige weiße Plane vor dem Eingang des Kennedy Centers in Washington – und verdeckt, wo Trumps Name einst prangte. Nun haben Anwälte des US-Justizministeriums (DOJ) erstmals vor Gericht erklärt, warum. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de. Das Anbringen und Entfernen des Namensschilds habe die historische Marmorverkleidung des Gebäudes beschädigt. Die Reparaturen dauerten an, berichtet die britische Zeitung The Independent. „Die Schutzbarriere rund um das Gerüst war und ist ein notwendiges Element der laufenden Bauarbeiten – sie schützte die Marmorfassade angesichts gemeldeter Fassadenschäden“, schrieben DOJ-Anwälte in einem Gerichtsdokument vom Dienstagabend. Trumps Name kommt zurück – anders als zuvor Noch während die Bauplane hängt, hat der von Trump dominierte Vorstand des Kennedy Centers am 13. August mit 23 zu 3 Stimmen dafür gestimmt, seinen Namen wieder an das Gebäude zu bringen – allerdings in neuer Form und frühestens ab dem 8. September. Die geplante Inschrift unterhalb von Kennedys Namen soll lauten: „Restored and Renovated by President Donald J. Trump.“ Darüber hinaus soll der Vorplatz des Gebäudes in „President Donald J. Trump Plaza“ umbenannt werden, berichtet der US-Sender ABC News. Die geplante Renovierung des Kennedy Centers soll laut dem öffentlich-rechtlichen US-Sender NPR rund 250 Millionen Dollar kosten. Warum wurde Trumps Name überhaupt entfernt? US-Bezirksrichter Christopher Cooper hatte im Mai 2026 entschieden, dass die Umbenennung des Kennedy Centers gegen Bundesrecht verstößt. Der Kongress habe das Haus ausschließlich zu Ehren von Präsident John F. Kennedy benannt – und nur der Kongress könne diesen Namen ändern, urteilte er. Daraufhin entfernten Arbeiter in einem frühmorgendlichen Einsatz am 13. Juni den Metallschriftzug von der Fassade. Beatty: Plane als Trotzreaktion gegen Gericht Die demokratische Abgeordnete Joyce Beatty aus Ohio, die als Klägerin gegen Trumps Kennedy-Center-Übernahme vorgeht, hält die Erklärung für vorgeschoben. Die Plane diene laut Beattys Anwälten nicht der Bauarbeit, sondern solle verhindern, dass die Öffentlichkeit sehe, dass Kennedys Name wieder allein auf dem Gebäude stehe. Technisch sei der Widerspruch evident: Die angeblich zu reparierenden Dachkonstruktionen befänden sich rund sechs Meter über dem Gerüst. Beattys Anwälte bezeichneten den jüngsten Boardbeschluss als „atemberaubenden Akt des Ungehorsams“ gegenüber dem Gerichtsbeschluss. Sie forderten Richter Cooper auf, noch vor dem 8. September eine Entscheidung zu fällen. Hintergrund: Streit um das Kennedy Center Das Kennedy Center ist eine der bedeutendsten Bühnen der USA und nationale Gedenkstätte für den ermordeten Präsidenten John F. Kennedy. Seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 steht es im Zentrum eines juristischen und politischen Streits.