Kessel Festival: Nina Chuba lästert über Publikum in Stuttgart
Nach ihrem Konzert Ende Juni auf dem Kessel Festival nennt Popstar Nina Chuba Stuttgart die "lameste Crowd in Deutschland". In ihrem Podcast mit Drummer Momme Hitzemann fragt sie, warum die Fans so anders abgehen würden in Stuttgart als etwa bei ihren Konzerten in München. "Jedes Jahr ist es immer so ein bisschen ... da wird sich nicht viel bewegt. Falls ihr aus Stuttgart kommt, sagt doch mal, woran das liegen könnte." Zuerst hatte die "Stuttgarter Zeitung" berichtet. Chuba über Stuttgart: Nicht genug Sauerstoff im Kessel? Mögliche Antworten hat Nina Chuba auch parat und teilt weiter aus: Sie frage sich, ob das "einfach so eine süddeutsche Trägheit" sei. "Aber in München gehen die Leute ja immer crazy ab. Also irgendwas muss da mit euch falsch sein. Vielleicht kriegt ihr nicht genug Sauerstoff wegen dem Kessel", sagt Chuba in Anspielung auf die besondere topografische Lage in Stuttgart. "Oder die Maultaschen liegen euch quer im Magen?" Nina Chuba war zuletzt Ende Juni beim Kessel Festival aufgetreten. Trotz Rekord-Hitze waren Zehntausende Besucherinnen und Besucher gekommen. Der Moderator hatte immer wieder das Publikum aufgerufen, mal eine Trinkpause zu machen, berichten Besucher. Auch Nina Chuba habe man angemerkt, dass ihr die Hitze zu schaffen mache. Warum sie jetzt das Publikum disse, das trotz Hitze mitgetanzt und mitgegrölt habe, verstehe sie nicht, sagte die Besucherin dem SWR. Stuttgart Samstagstickets werden erstattet Kessel Festival Stuttgart wegen extremer Hitze abgebrochen Die Wetterlage am Freitag habe Besucher, Infrastruktur und Technik an ihre Grenzen gebracht, heißt es auf der Website des Kessel Festival. Am Samstag soll es noch heißer werden. Reaktionen von Fans: Von Empörung bis Zustimmung Ein anderer Fan meint: "Wow, du hältst ja voll viel von deinen Fans, die sich bei 40 Grad für dich auf'n Wasen gestellt haben ..." Ein elfjähriger Hardcore-Fan, der an dem Abend alles gegeben hat, schreibt: "Ich finde es voll unpassend, da wir ja eigentlich richtig viel mitgemacht haben." Und eine Mutter berichtet: "Am Merch-Stand war die Schlange endlos: Viele junge Mädchen und Kinder haben sich im Nina-Chuba-Style durch die Hitze geschleppt und wirklich alles gegeben für ihr Idol." Für diese sei es total enttäuschend, dass sie so über sie spricht. Andere Follower stimmen Nina Chuba zu: "Checke selbst als Stuttgarter nicht, warum die Stimmung oft so tot ist." Ein anderer schreibt: "Schwaben, wir müssen sparen, auch an Emotionen." Ein Vater, der selbst auf dem Konzert von Nina Chuba war, äußert sich so: "Ist mir auch schon aufgefallen, dass das Stuttgarter Publikum gern mal 'speziell' ist. Aber ich find's schon ziemlich unprofessionell, sich so über sein zahlendes Publikum zu äußern." Es gebe definitiv unbekanntere Bands, die es auf jeden Fall besser verstehen würden, ihr Publikum aus der Reserve zu locken. "Interaktion ihrerseits war ja auch Mangelware. Spaß gemacht hat es trotzdem." Toten Hosen feierten Stuttgarter Publikum als besonders Am nächsten Tag war das Kessel Festival wegen Hitze abgesagt worden. Der Gesundheitsschutz von Gästen, Mitarbeitenden und Künstlerinnen und Künstlern stehe an erster Stelle, teilte der Veranstalter mit. Stuttgart Abschied nach mehr als vier Jahrzehnten Bandgeschichte Tote Hosen in Stuttgart: Wohl letztes Konzert auf dem Wasen begeistert Fans Ausverkauft und jede Menge Klassiker: Die Toten Hosen haben in Stuttgart im Rahmen ihrer Abschiedstour das erste Konzert in Deutschland gespielt. Wie war die Stimmung? Zwei Wochen zuvor waren die Toten Hosen auf dem Wasen aufgetreten. 65.000 Fans feierten stundenlang das wohl letzte Konzert der Düsseldorfer Punk-Band in Stuttgart. Die Band selbst zeigte sich überwältigt. Nach dem Auftritt sagte Sänger Campino dem SWR: "Wir werden noch sehr lange an diesen Abend denken und das ist keine Plattitüde, das ist Stuttgart."