KI: Anthropic zahlt Autoren 1,5 Milliarden Dollar in Urheberrechtsstreit
Düsseldorf. Eine US-Bundesrichterin hat einem milliardenschweren Vergleich im Streit um den unrechtmäßigen Download literarischer Werke durch die KI-Firma Anthropic zugestimmt. Richterin Araceli Martínez-Olguín erklärte, die Einigung werde Autoren und Verlegern spürbare Erleichterung verschaffen. Betroffene sollen durchschnittlich etwa 3000 Dollar je Buch erhalten, das von Anthropic in Form von Raubkopien für das Training seines Chatbots Claude genutzt wurde. Der Vergleich beläuft sich auf eine Gesamtsumme von 1,5 Milliarden Dollar. Für rund 91 Prozent der mehr als 482.000 von dem Vergleich erfassten Bücher haben Autoren oder Verlage Ansprüche angemeldet. Der Anwalt der Klägerseite, Justin Nelson, bezeichnete die Einigung als die größte bekannte Entschädigung wegen Urheberrechtsverletzungen in der Geschichte.