KI-Briefing: Murati kannte Geheimnisse von OpenAI - und wählte Chinas Weg
dann sollten Sie sich mit Mira Murati und ihrer Firma beschäftigen. Zur Erinnerung: Sie arbeitete einst bei Tesla und war später Technikchefin bei OpenAI. Während der Vorstandskrise und dem zwischenzeitlichen Rauswurf von CEO Sam Altman führte sie das KI-Start-up sogar als Chefin. Dann gründete sie ihre eigene Firma, nahm Spitzenkräfte von OpenAI mit und sammelte schnell zwei Milliarden Dollar von Investoren ein. Nun hat sie mit ihrem Team bei Thinking Machines Lab ihr erstes KI-Modell veröffentlicht. Warum das wichtig ist: Modelle gibt es viele. Aber Murati und ihr Team machen zwei Dinge besonders. Erstens: Anders als andere US-Rivalen wie OpenAI und Anthropic macht sie ihr Modell frei verfügbar. Jeder Kunde darf es herunterladen und selbst betreiben. Und zweitens baut sie die Architektur des neuen Modells ausgerechnet auf dem chinesischen Rivalen Deepseek auf. Inkling, so heißt das Modell, schneidet bei der Leistung im Mittelfeld ab. Bei Vergleichstests landet es hinter offenen Modellen von chinesischen Firmen wie Zhipu oder Moonshot. Murati und ihr Team räumen das auch offen ein. Das ist bemerkenswert transparent für eine Firma mit einer Bewertung von zwölf Milliarden Dollar.