DAX +0,41 % 25.464,01 Pkt 18:00:00 MDAX +1,34 % 32.395,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,12 % 6.289,51 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,03 % 52.747,32 Pkt 23:10:23 S&P 500 +0,21 % 7.428,78 Pkt 23:10:14 Nasdaq -0,22 % 24.876,91 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,22 % 62.503,06 Pkt 02:58:00 Gold -1,46 % 4.015,00 USD 03:02:56 Silber -2,06 % 57,27 USD 03:03:02 Brent -0,79 % 87,66 USD 03:00:37 WTI -0,01 % 82,60 USD 03:03:03 Bitcoin -0,11 % 63.785,98 USD 03:13:02 EUR/USD +0,20 % 1,13920 USD 03:12:22 EUR/GBP +0,19 % 0,85700 GBP 03:13:02 EUR/CHF +0,15 % 0,93280 CHF 03:13:03 EUR/JPY +0,15 % 186,469 JPY 03:13:03

KI-Firmen zerstören Millionen Bücher für Maschinelles Lernen

Technologie

Das deckte „404 Media“ auf. Demnach haben es die KI-Giganten vor allem auf Bücher abgesehen, die vor 2022 erschienen sind. Diese enthalten nämlich mit größerer Wahrscheinlichkeit originelle und unverfälschte Texte. Anthropic, das Unternehmen hinter Claude, soll über „Better World Books“ gebrauchte Bücher gekauft, ausgewertet und anschließend vernichtet haben. Dabei sollen Mitarbeiter die Bücher in ihre Einzelseiten zerlegen und diese anschließend in einen Hochgeschwindigkeitsscanner legen. Die Zerstörung der Bücher sei dem Bericht zufolge daher eine effiziente und kostengünstige Methode für das Unternehmen. Dennoch habe das Vorgehen mehrere Millionen US-Dollar gekostet. Anthropic schreddert Bücher aus rechtlichem Grund Anthropic lässt die Bücher laut „ars Technica“ schreddern, um damit ein rechtliches Schlupfloch in den USA zu nutzen. Hier greift das Erstverkaufsrecht, das dem Käufer erlaubt, mit seinem Kauf nach Belieben zu verfahren, ohne dass der Urheberrechtsinhaber eingreifen kann. Dieses Vorgehen soll auch bei anderen Unternehmen praktiziert werden, allerdings ist die große Anzahl der Fälle bei Anthropic bemerkenswert. Das „Washington Post“ berichtete bereits im Januar dieses Jahres vom geheimen „Projekt Panama“, das Führungskräfte von Anthropic Anfang 2024 vorangetrieben haben sollen. Ziel sei es, „alle Bücher der Welt zu vernichten“, zitierte das WSJ aus einem Planungsdokument. Dieses war Teil eines Gerichtsprozesses, da zahlreiche Autoren und Künstler wegen Urheberrechtsverletzung geklagt hatten. KI-Riesen bestellen Massen von Büchern Die Online-Datenbank ISBNdb soll ihr Geschäftsmodell sogar neu auf diesen Trend ausgerichtet haben. Die Plattform, die über 111 Millionen katalogisierte Bücher verfügen soll, soll KI-Unternehmen mittlerweile spezialisierte Dienstleistungen für den Großeinkauf von Büchern anbieten. Der „404 Media“-Recherche zufolge reichen die Bestellungen bis zu einer Million Bücher. Dabei soll der Preis nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Laut einem professionellen Buchhändler seien die wöchentlichen Verkäufe seit April dieses Jahres von etwa 20 auf Hunderte Bücher gestiegen.

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