KI-Gigafactory: EU startet Milliardenprojekt für sieben KI-Gigafactories
Die Europäische Kommission hat Ausschreibungen für den Aufbau von bis zu sieben Großrechenzentren für Anwendungen der künstlichen Intelligenz bekanntgegeben. Die sogenannten AI-Gigafactories sind Teil einer Strategie, die europäische KI-Infrastruktur auszubauen und den Zugang zu Hochleistungsrechnern für Unternehmen, Wissenschaft und öffentliche Stellen zu verbessern. Bis zu zehn Milliarden Euro sollen dafür aus öffentlichen Mitteln der EU sowie der teilnehmenden Mitgliedstaaten bereitgestellt werden. Weitere 20 Milliarden Euro sollen von privaten Investoren kommen, sodass sich das Gesamtvolumen des Programms auf mehr als 30 Milliarden Euro beläuft. Eine erste Ausschreibung umfasst den Angaben nach vier Projekte, die zu jeweils 500 Millionen Euro mit EU-Mitteln gefördert werden. Weitere drei Projekte sollen noch leistungsstärker sein und jeweils eine Milliarde Euro aus Brüssel bekommen. Die beteiligten EU-Staaten, darunter die fünf einwohnerstärksten (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Polen), geben jeweils vergleichbare Summen dazu. EU will gegenüber USA und China Boden gutmachen Mit den AI-Gigafactories möchte die Europäische Union im globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz gegenüber den USA und China aufholen. Die Rechenzentren müssen in der EU errichtet werden und bestimmte Souveränitätskriterien erfüllen. Gleichwohl hat die EU Vereinbarungen mit den US-Herstellern AMD, Nvidia und Qualcomm über die Lieferung von Prozessoren unterzeichnet. Das langfristige Ziel ist, über genügend Chips aus heimischer Produktion zu verfügen und letztlich die Abhängigkeit von US-Techkonzernen wie Microsoft, Google oder Amazon zu verringern. Die geplanten Rechenzentren sollen moderne KI-Prozessoren, Cloud-Technologien, Hochgeschwindigkeitsnetzwerke und energieeffiziente Infrastrukturen zusammenführen.