KI-Konferenz in Shanghai: Wie die KI-Welt in zwei Blöcke zerfällt
Ein wenig fernöstliche Weisheit kann nie schaden. In China, erklärt Xi Jinping am Freitagmorgen in seiner Eröffnungsrede zur Shanghaier »World AI Conference«, gebe es ein Sprichwort: Eine einzelne Saite macht keine Musik, ein einzelner Baum ist kein Wald. »Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz«, fährt Chinas Staatschef fort, »sollte keine Soloaufführung eines einzelnen Landes sein, sondern eine Symphonie internationaler Zusammenarbeit.« Wer würde da widersprechen? Zumal Xi mit dieser Einleitung die Gründung einer neuen, chinesisch geführten Organisation vollzieht, welche die globale KI-Entwicklung multilateraler, inklusiver und gerechter gestalten soll: die »World AI Cooperation Organisation« (Waico). Schon ihr Name klingt nach globalem Teamplay, nach einer Gemeinschaftsanstrengung »zum Wohle der Menschheit und Fortschritt der menschlichen Zivilisation«, wie es Xi ausdrückt.