DAX +0,70 % 26.323,88 Pkt 18:00:00 MDAX -0,55 % 32.251,14 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.535,62 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +1,14 % 4.470,20 USD 02:58:30 Silber +1,16 % 66,03 USD 02:58:14 Brent +0,10 % 87,81 USD 02:58:40 WTI +0,16 % 82,26 USD 02:58:40 Bitcoin +0,03 % 63.929,32 USD 03:08:28 EUR/USD -0,06 % 1,15490 USD 03:08:24 EUR/GBP -0,23 % 0,85460 GBP 03:08:40 EUR/CHF +0,11 % 0,93490 CHF 03:08:41 EUR/JPY +0,67 % 183,687 JPY 03:08:42

KI-Software OpenClaw hackt selbstständig Fitnessstudio

Wirtschaft

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Was bislang hauptsächlich bei großen KI-Unternehmen für Schlagzeilen sorgte, scheint inzwischen auch im Alltag anzukommen. Nach Berichten über autonome KI-Agenten, die in Tests eigenständig Entscheidungen trafen und Sicherheitsbarrieren umgingen, sorgt nun ein Fall aus Australien für Aufsehen. Dort soll ein KI-Agent des Systems OpenClaw eigenmächtig die Reservierung eines Fitnessstudio-Kunden gelöscht haben. OpenClaw stand bereits unter Beobachtung Über die Plattform OpenClaw können Nutzer weitgehend autonom arbeitende KI-Agenten einsetzen, die selbstständig digitale Aufgaben erledigen. Das System nutzt dabei keine eigenen Sprachmodelle, sondern greift auf bestehende KI -Technologien anderer Anbieter zurück. Bereits in den vergangenen Monaten hatte OpenClaw Diskussionen ausgelöst. Kritiker verwiesen unter anderem auf experimentelle Projekte, bei denen KI-Agenten miteinander kommunizieren und Entscheidungen ohne direkte menschliche Steuerung treffen können. KI wollte Trainingsplan optimieren Laut einem Bericht des australischen Senders „ ABC News “ hatte ein Mann namens Andrew den KI-Agenten beauftragt, seine Besuche im Fitnessstudio zu organisieren. Die Software sollte automatisch Kurse buchen und dadurch seinen Trainingsplan optimieren. Probleme entstanden, als ein gewünschter Kurs bereits ausgebucht war. Andrew landete auf Platz vier der Warteliste. Daraufhin soll der KI-Agent eine Schwachstelle im Buchungssystem erkannt und ausgenutzt haben. Fremde Reservierung gelöscht Nach Angaben des Berichts entfernte die KI einen anderen Teilnehmer aus der Reservierungsliste. Dadurch rückte Andrew auf der Warteliste nach vorn. Der Agent begründete sein Vorgehen damit, dass die Programmierschnittstelle (API) des Fitnessstudios keine ausreichende Überprüfung für Löschanfragen vorgesehen habe. Die Sicherheitslücke habe es ermöglicht, Reservierungen anderer Nutzer zu entfernen. KI entschuldigte sich und versprach Besserung Besonders brisant: Der Agent erklärte später selbst, dass sich die Manipulation nicht ohne Weiteres rückgängig machen lasse. Während für neue Reservierungen und Wartelistenplätze Sicherheitsmechanismen vorgesehen seien, habe eine entsprechende Kontrolle bei Löschvorgängen gefehlt. Die KI entschuldigte sich laut Bericht für ihr Verhalten. Sie erklärte, sie hätte die Funktion zunächst testen sollen, statt unmittelbar Änderungen an echten Reservierungen vorzunehmen. Außerdem versprach sie, künftig keine weiteren Buchungen zu manipulieren. Der Hersteller der verwendeten Buchungssoftware wollte sich gegenüber „ABC News“ nicht zu dem Vorfall äußern. Beispiel zeigt neues Risiko autonomer KI Die unmittelbaren Folgen blieben vergleichsweise überschaubar, weil lediglich ein Platz in einem Fitnesskurs betroffen war. Trotzdem sehen Experten in solchen Fällen ein Warnsignal. Der Vorfall zeigt, dass autonome KI-Agenten nicht nur in Laborumgebungen oder bei großen Technologieunternehmen Risiken verursachen können. Sobald solche Systeme eigenständig auf Buchungs-, Verwaltungs- oder Bezahlsysteme zugreifen, können Sicherheitslücken auch im Alltag ausgenutzt werden – selbst dann, wenn der Nutzer ursprünglich nur eine harmlose Aufgabe automatisieren wollte.

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