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KI statt Gaming: Fabriken zerlegen massenhaft GeForce RTX 5090

Technologie

Während die GeForce RTX 5090 im deutschen Handel kaum verfügbar ist, zeigen neue Filmaufnahmen, wie fabrikneue Modelle in einer fachmännisch organisierten Werkstatt auseinandergebaut werden. Selbst Nvidias Founders Edition landet auf der Werkbank. Die Komponenten werden für KI-Server weiterverwendet.

Aus Gaming-Grafikkarten werden KI-Beschleuniger

Die am 23. Oktober vom Hongkonger Hardware-Medium HKEPC auf X veröffentlichten Aufnahmen zeigen eine Werkstatt, in der viele Arbeiter GeForce RTX 5090 unterschiedlicher Hersteller bearbeiten. Zwischen gestapelten Kartons sind Modelle von Asus, Gigabyte und PNY sowie Nvidias eigene Founders Edition zu erkennen.

Die Mitarbeiter entfernen die Kühlkörper und lösen den GB202-Grafikprozessor sowie die GDDR7-Speicherchips mithilfe spezieller Maschinen von den originalen Platinen. GPU und Speicher landen auf extra angefertigten PCBs, werden dort wieder verlötet und mit einer neuen Kühlung ausgestattet. Danach werden die umgebauten Karten auf ihre Funktion getestet. Die ursprünglichen Gaming-Platinen und Kühler werden dabei nicht weiterverwendet.

Das Ergebnis sind kompakte Zwei-Slot-Modelle mit Radiallüfter, auch Blower genannt. Die aufgeheizte Luft wird gezielt aus dem Gehäuse herausgeleitet, sodass in einem Server mehrere Karten dicht nebeneinander betrieben werden können. Der GB202-Chip bleibt unverändert.

RTX 5090 bleibt knapp – und ist in China eigentlich tabu

Wie wir am 17. Oktober berichtete, ist die RTX 5090 in Deutschland nahezu ausverkauft. Für die wenigen noch gelisteten Karten werden beziehungsweise wurden zwischen 6.800 und 9.999 Euro aufgerufen. Nvidia-Manager Jeff Fisher widersprach gleichzeitig Spekulationen über eine Einstellung des Modells: Der GB202-Chip werde weiterhin für die GeForce RTX 5090 geliefert.

Die Werkstatt im Video soll sich in China befinden. Dort darf die normale RTX 5090 aufgrund der US-Exportbeschränkungen nicht offiziell angeboten werden. Für den chinesischen Markt gibt es stattdessen die RTX 5090 D.

Aufnahmen ähnlicher Fertigungslinien gab es bereits 2025. Wer die nun gezeigten Karten geliefert hat, wie viele zu Servermodellen umgebaut werden und ob diese Praxis merklich zur Knappheit beiträgt, lässt sich aus dem Videomaterial nicht ermitteln. Für den Gaming-Markt sind die Chips in jedem Fall verloren.

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