KI: Wie Gründer mit dem KI-Tool Lovable ihr eigenes Start-up bauen
Düsseldorf, Berlin. Die Idee für sein Start-up kam Nico Wittenberg vor 14 Jahren während eines Schneesturms. Der Flug seiner Freundin war ausgefallen, auch alle Alternativen waren gestrichen. Wittenberg suchte lange, bis er einen Nachtzug fand, der seine heutige Ehefrau nach Hamburg brachte. „Ich dachte mir damals: Das muss doch einfacher gehen.“
Eine App, die sämtliche Reisemöglichkeiten – vom Bus bis zum Flugzeug – anzeigt und über die sich diese direkt buchen lassen. Diese Idee präsentierte er den Kollegen seines früheren Arbeitgebers Google. „Sie sagten mir, die Umsetzung würde ein ganzes Entwicklerteam und Millionen Euro kosten“, sagt Wittenberg.
Im vergangenen Jahr baute er die Plattform Avara trotzdem – allein, nur mit dem KI-Tool Lovable. Seitdem erhält er nach eigenen Angaben Anfragen von Wagniskapitalgebern aus aller Welt. Heute wird Avara laut Wittenberg in mehr als 125 Ländern genutzt.
Wittenberg ist einer von vielen Lovable-Gründern: Menschen, die ohne Programmierkenntnisse, aber mit dem KI-Tool ihre Geschäftsidee umgesetzt haben. Mit Lovable, so das Versprechen des KI-Start-ups, lasse sich heute ohne fremde Hilfe ein Millionenunternehmen aufbauen. Doch funktioniert das wirklich?
Das Handelsblatt hat mit Unternehmerinnen und Unternehmern gesprochen, die ihr Kerngeschäft mit Lovable aufgebaut haben – und die wichtigsten Erkenntnisse für all diejenigen gesammelt, die ihren Traum vom eigenen Start-up umsetzen wollen.