Kickers Offenbach vor rassigem Spiel bei Drittliga-Absteiger SSV Ulm
Startseite Sport Kickers Offenbach Kickers Offenbach vor rassigem Spiel bei Drittliga-Absteiger SSV Ulm Von: Christian Düncher Uns auf Google folgen Die Offenbacher Kickers treffen am Freitag auf den SSV Ulm 1846. Die Ulmer mussten am ersten Spieltag 40 Minuten in Unterzahl spielen und verloren nach 1:0-Führung noch mit 2:4. Offenbach – Hinter den Offenbacher Kickers liegt „eine kurze Woche“. Das hatte Mark Zimmermann, der Trainer des Fußball-Regionalligisten, bereits am Samstag nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Astoria Walldorf mit Blick auf das kommende Spiel bei Drittliga-Absteiger SSV Ulm 1846 (Freitag, 19 Uhr) angekündigt. Zumindest blieb dem Gegner, der in der Saisoneröffnungspartie gefordert war, ein Tag mehr Zeit, um sich vorzubereiten und – vor allem – zu erholen. Das kann bei hochsommerlichen Temperaturen und in dieser frühen Phase der Saison durchaus ein Faktor sein. Ohnehin werden die ersten Wochen einer Spielzeit von den Trainern in puncto Fitness-Aufbau gerne noch als erweiterter Teil der Vorbereitung gesehen. Beide Mannschaften eint, dass sie am ersten Spieltag keineswegs Kräfte schonen konnten. Im Gegenteil. Die Ulmer „Spatzen“ mussten bei den Stuttgarter Kickers nach Gelb-Rot für Spielmacher Per Lockl (54.) rund 40 Minuten in Unterzahl spielen und verloren nach 1:0-Führung noch mit 2:4. Auch der OFC hatte trotz des 2:1-Erfolges gegen Walldorf zwischenzeitlich zu „leiden“, wie Zimmermann betonte. Der Grund: Das Zusammenspiel war noch ausbaufähig, zu oft wurde der Ball verloren, sodass man hinterherlaufen musste. Grundsätzlich wünscht sich der Trainer, dass sein Team „zielstrebig zum Tor“ spielt. „Gegen Walldorf war das aber in der ersten Hälfte nicht so häufig der Fall.“ Lediglich kurz vor der Pause beim 1:0 sei das „gut gemacht“ worden. Auch nach dem Seitenwechsel reagierte der OFC zumeist nur – und kassierte folgerichtig den Ausgleich. Umso bemerkenswerter, dass die Kickers in der Endphase noch mal Druck aufbauen konnten und sich schließlich mit dem späten Siegtreffer belohnten. Die eingewechselten Spieler hätten sofort einen „Impact“ gehabt, lobte Zimmermann deren Einfluss aufs Spiel. Im vorderen Bereich fehlten allerdings verletzungsbedingt die Alternativen. So musste Stürmer Benedikt von Hagen, Zugang vom Hessenligisten RW Walldorf, in seinem ersten Regionalligaspiel gleich über die volle Dauer ran, obwohl er viel zu rackern hatte. Und Maximilian Wolfram, der sich trotz eines Infektes in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, wurde erst nach seinem späten Siegtor (89.) ausgewechselt. „Dafür haben wir uns sechs Wochen lang vorbereitet, das gibt uns Körner für den weiteren Saisonverlauf“, kommentierte er trocken. Weil die nächste Aufgabe aber nicht leichter wird, ging es zuletzt auch vermehrt um Belastungssteuerung. Am Mittwoch wurden zum Beispiel Flanken und Abschlüsse geübt – „in Wettkampfform“, wie Zimmermann betonte. Der Mix aus gezielter Vorbereitung und Erholung soll also die Grundlage dafür schaffen, dass sich die Tour ins rund 300 Kilometer entfernte Ulm lohnt für die Kickers. „Ich hoffe auf ein rassiges Duell, viele Zuschauer, gute Stimmung und zwei Teams, die intensiven Fußball spielen“, sagte der OFC-Coach. „Es wird hoffentlich ein enges Spiel. Wir sollten bereit sein. Es ist eine lange Reise. Wichtig ist, dass wir von der ersten Sekunde an da sind. Es wird um Kleinigkeiten gehen.“ Da trifft es sich gut, dass die Angreifer Jelle Goselink (Oberschenkelprobleme) und Jan Becker (Adduktorenprobleme) wieder zur Verfügung stehen. Ob und wie lange sie zum Einsatz kommen, wird auch vom Spielverlauf abhängen, sagte Zimmermann. „Sie geben uns ein paar Möglichkeiten, gerade, weil wir gegen Walldorf in der Offensive nicht so viel nachlegen konnten.“ Trotzdem gelang ein Sieg. In Ulm soll sich das nun wiederholen.