Ukraine-Krieg: US-Militärflugzeug in Moskau gelandet
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Ukraine-Krieg: CIA-Direktor auf Mission in Moskau – Warnung an Putin?
Von: Simon Schröder, Christian Stör, Jens Kiffmeier, Stephanie Munk, Nail Akkoyun, Felix Busjaeger
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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Eine US-Maschine landet in Moskau. Nun werden mögliche Gründe bekannt. Kiew erhält Patriot-Raketen. Der News-Ticker.
Update, 22:29 Uhr: Finnlands Präsident Alexander Stubb hat die Ukraine zur Vorbereitung auf ein mögliches Worst-Case-Szenario im kommenden Winter aufgerufen. Kiew müsse sich auf schwierige Monate einstellen, sagte Stubb in einem Interview mit European Pravda, über das Ukrainska Pravda berichtet. Zugleich verwies er darauf, dass die ukrainische Offensive seit acht bis neun Monaten stark verlaufe, die ukrainischen Streitkräfte monatlich 30.000 bis 35.000 russische Soldaten ausschalteten und Langstreckenangriffe ausführten. Nach Angaben Stubbs arbeitet Finnland aktiv daran, die Ukraine vor dem Winter mit ausreichender Energieversorgung und Dieselgeneratoren zu unterstützen, darunter Anlagen des finnischen Herstellers Wärtsilä.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
CIA‑Direktor auf geheimer Moskau-Mission?
Update, 20:59 Uhr: Das Wall Street Journal will einen möglichen Grund für die Reise des CIA-Direktors John Ratcliffe nach Moskau erfahren haben. Demnach könnte Ratcliffe dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Warnung der US-Regierung übermittelt haben; konkrete Inhalte der mutmaßlichen Botschaft wurden zunächst nicht bekannt. Auch der US-Journalist Michael Weiss brachte den Besuch laut Meduza mit möglichen Sorgen Washingtons vor einer russischen Eskalation gegen Europa oder die NATO in Verbindung.
„Es könnte bedeuten: ‚Wir wissen, was ihr vorhabt, und das solltet ihr besser lassen‘“, sagte Beth Sanner, ehemalige stellvertretende Direktorin des US-Geheimdienstes für Missionsintegration, gegenüber dem WSJ. „Es könnte auch um den Waffenstillstand mit dem Iran gehen und darum, jemand anderen in die Diskussion einzubeziehen“, sagte sie und fügte hinzu, dass Ratcliffe möglicherweise auch auf die Unterstützung des Kremls für den Iran eingehen werde, nachdem die USA eine neue Sanktionskampagne gegen das Regime gestartet hätten.
Die Reise fällt in eine Phase festgefahrener diplomatischer Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs. Offiziell bestätigte Angaben zum Zweck der Gespräche lagen zunächst nicht vor; der Kreml erklärte, keine Informationen zu dem US-Regierungsflugzeug zu haben, mit dem Ratcliffe nach Moskau gelangt sein soll.
Ukraine-Krieg aktuell: Brandanschlag auf Drohnenfabrik in der Slowakei verhindert
Update, 19:57 Uhr: Die slowakische Polizei hat nach eigenen Angaben einen geplanten Brandanschlag auf eine Drohnenfabrik im Osten des Landes vereitelt. Wäre der Anschlag ausgeführt worden, hätte er „einen Großbrand verursachen können“, erklärte die Polizei am Dienstag. Dadurch hätten rund 70 Beschäftigte gefährdet und Sachwerte in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro beschädigt werden können. Nähere Angaben zum betroffenen Unternehmen machte die Polizei nicht.
Zwei Verdächtige seien in der Slowakei und ein weiterer in Deutschland festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Das EU- und NATO‑Mitglied Slowakei grenzt im Osten an die Ukraine. Im Land stellen mehrere Unternehmen Drohnen her, darunter die ukrainische Firma Skyeton.
Ukraine-Krieg aktuell: Für Russland kämpfender Brite offenbar getötet
Update, 18:01 Uhr: In der Ukraine ist Medienberichten zufolge erstmals ein britischer Staatsbürger getötet worden, der als Freiwilliger für Russland gekämpft hatte. Der 33 Jahre alte Bradley T. starb laut dem Radiosender LBC News, der am Montag zuerst darüber berichtet hatte, schon am 10. Juni bei einem Drohnenangriff in der Region Donezk im Osten des Landes. Im Ukraine-Krieg kämpfen ausländische Freiwillige in beiden Lagern, T. ist aber mutmaßlich der erste Brite, der auf russischer Seite getötet wurde.
Mehrere weitere britische Medien berichteten über T.s Tod, darunter die BBC. Das Außenministerium in London teilte mit, es sei über Berichte informiert, dass ein britischer Staatsangehöriger in der Ukraine gestorben sei, und habe Kontakt zu seiner Familie aufgenommen. T.s Identität wurde vom Ministerium nicht bestätigt.
CIA-Direktor offenbar in Moskau
Update, 16:39 Uhr: Nach dem Bekanntwerden der Landung eines US-Militärflugzeugs in Moskau berichtet CBS News nun, dass CIA-Direktor John Ratcliffe an Bord gewesen sein soll. Ratcliffe sei zu mehreren Treffen in der russischen Hauptstadt. Russische Medien berichten derweil, dass eine Autokolonne mit diplomatischen Kennzeichen auf den Straßen Moskaus gesichtet wurde. Für Verhandlungen reisten in den vergangenen Monaten für gewöhnlich der Ukraine-Gesandte Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner nach Russland.
Ukraine-Krieg aktuell: Vatikan fordert Ende des Konflikts
Update, 15:32 Uhr: Der Außenbeauftragte des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, hat bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Moskau ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gefordert. „Es muss klar sein: Dieser Krieg muss enden“, sagte Gallagher, während er neben Lawrow stand. Er beklagte die jüngste Ausweitung der Gewalt sowie immer mehr getötete Zivilisten in dem Konflikt. Der Heilige Stuhl verfolge das mit tiefer Besorgnis und bestehe auf die Einhaltung des Völkerrechts. Es brauche so schnell wie möglich Frieden.
Selenskyj: Ukraine hat Patriot-Abwehrraketen erhalten
Update, 14:30 Uhr: Die Ukraine hat eine geringe Anzahl US-amerikanischer Patriot-Abwehrraketen erhalten. Das bestätigte Präsident Wolodymyr Selenskyj im ukrainischen Fernsehen, wie Reuters berichtet. Die Raketen seien in der Lage, russische ballistische Flugkörper abzufangen, sagte Selenskyj dem Sender Suspilne zufolge. Angaben zur genauen Stückzahl oder zu den Geberländern machte er nicht. Zugleich bestätigte der Präsident künftige Lieferungen des französischen Flugabwehrsystems Crotale.
Ukraine-Krieg aktuell: US-Militärflugzeug in Moskau gelandet
Update, 13:54 Uhr: Ein US-Militärtransportflugzeug vom Typ Boeing Globemaster ist auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo gelandet. Die Maschine war laut Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 direkt aus Riga angereist, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Der Kreml erklärte, keine Informationen über das Flugzeug zu haben. Ob Passagiere oder Fracht an Bord waren, konnte Reuters nicht unabhängig überprüfen. Zuletzt war im Januar eine in den USA registrierte Maschine direkt nach Russland geflogen – damals reisten die US-Sonderbeauftragten Steven Witkoff und Jared Kushner zu Friedensgesprächen im Ukraine-Krieg an.
Selenskyj sieht Zeitfenster für Ukraine-Verhandlungen unter Führung der USA
Update, 25. August, 12:30 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat erklärt, er sehe bis Spätsommer 2027 ein Zeitfenster für eine US-vermittelte Friedenslösung mit Russland. Ukraine, USA und Europa hätten dazu ein einseitiges Thesenpapier erarbeitet, das Moskau vorgelegt werden soll – mit einem Waffenstillstand und einem US-Vorschlag für eine Freihandelszone im ostukrainischen Donbass unter Verwaltung einer dritten Partei als Kernpunkten.
Der Kreml weist diesen Vorschlag nun direkt zurück: Der Donbass sei Teil Russlands, eine dritte Partei könne keine russische Region verwalten, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Auch eine mögliche Stationierung von NATO‑Truppen in der Ukraine bleibe für Russland inakzeptabel – das habe Moskau bereits mehrfach klargestellt.
Update, 25. August, 11:22 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul hat in einem Interview mit t-online erklärt, dass es bislang keine Zusagen von Partnerländern für zusätzliche Patriot-Luftabwehrraketen für die Ukraine gibt. „Die nüchterne Bilanz lautet: Wir haben noch keine Zusagen“, so Wadephul, der aber betonte, dass die Bemühungen fortgesetzt würden. Nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio am Montag setzt Wadephul weiter auf die USA als Vermittler im Ukraine-Krieg; die Zusammenarbeit sei konstruktiv, beide sähen aber derzeit keine Bereitschaft Putins zu ernsthaften Gesprächen. Zudem hält Wadephul es für denkbar, dass Putin im Dezember am G20-Gipfel unter US-Vorsitz in Miami teilnehmen wird: „Normalerweise gehört der russische Präsident zu den Teilnehmern.“
Trump gratuliert Ukraine zum Unabhängigkeitstag und wünscht sich Frieden
Update, 25. August, 10:05 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine zum Unabhängigkeitstag gratuliert. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Er veröffentlichte dazu eine Nachricht von Trump auf der Plattform X. Darin schreibt Trump: „Lassen Sie uns diesen Moment nutzen, um den Konflikt zu beenden und einen dauerhaften Frieden zu schaffen, der das enorme Potenzial der Ukraine für kommende Generationen freisetzt.“
Update, 25. August, 09:12 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat sich bei Bundeskanzler Friedrich Merz und „ganz Deutschland“ für deren „führende Rolle“ bei der Unterstützung der Verteidigung und Unabhängigkeit der Ukraine bedankt. Über X schrieb er, dank der deutschen Hilfe hätten „unzählige Menschenleben“ gerettet werden können – sowohl durch bilaterale Unterstützung als auch dadurch, dass Deutschland „die Welt hinter der Ukraine vereint“ habe. Merz ist der erste in einer Reihe von Regierungschefs, denen Selenskyj auf der Plattform öffentlich dankt.
Ukraine-Krieg: Kiew greift russische Großraffinerie an – Feuer in Krasnodar gemeldet
Update, 25. August, 5:30 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht erneut die russische Raffinerie Afipski in der Region Krasnodar mit Drohnen attackiert. Videos und Fotos in sozialen Netzwerken zeigen nach Berichten russischer Telegram-Kanäle ein großes Feuer auf dem Gelände der Anlage. Die Raffinerie Afipski gehört zu den größten Ölverarbeitungsbetrieben in Südrussland und verarbeitet rund 6,25 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr – das entspricht etwa zwei Prozent von Russlands gesamter Raffineriekapazität.
Update, 22:16 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul und US-Außenminister Marco Rubio haben telefonisch über die Ukraine und den Iran beraten. Beide Politiker hätten die „Bedeutung eines dauerhaften und belastbaren Friedens zwischen Russland und der Ukraine“ betont, teilte das US-Außenministerium mit. Wadephul hatte das Telefonat mit Rubio zuvor bei einem Besuch in der Ukraine angekündigt.
Ukraine-Krieg aktuell: Mehrere Verletzte nach russischem Angriff auf Nikopol
Update, 20:53 Uhr: Bei russischen Angriffen auf den Bezirk Nikopol in der Oblast Dnipropetrowsk sind fünf Menschen verletzt worden, berichtet Ukrainska Pravda unter Berufung auf die regionale Militärverwaltung. Ein 43-jähriger Mann wurde demnach mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, vier weitere Betroffene werden ambulant behandelt. Nach Angaben der Behörden wurden die Stadt Nikopol sowie mehrere Gemeinden der Bezirke Nikopol und Synelnykowe angegriffen. Beschädigt wurden unter anderem eine Schule, ein Bürogebäude, ein Mehrfamilienhaus, ein Wohnhaus und ein Auto; in weiteren Gemeinden brachen Feuer aus.
Ukraine-Krieg aktuell: Westen von Russlands Drohungen unbeeindruckt
Update, 18:50 Uhr: Die westlichen Unterstützer der Ukraine zeigen sich von den anhaltenden Drohungen Russlands unbeeindruckt. Die Ukraine müsse „in ihrem Kampf zur Verteidigung ihrer Souveränität, Freiheit und territorialen Unversehrtheit“ weiter unterstützt werden, teilten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Andy Burnham in einer Mitteilung nach einer Videoschalte der sogenannten „Koalition der Willigen“ als Co-Gastgeber mit.
„Unverantwortliche Drohungen seitens Russlands“ würden der Unterstützung der Ukraine durch die europäischen Länder keinen Abbruch tun. Man sei entschlossen, „die militärische Unterstützung für die Ukraine zu erhöhen, als besonders dringliche Aufgabe die Flugabwehr der Ukraine zu stärken, die Zusammenarbeit mit ihrer Rüstungsindustrie zu verbessern und einschlägige Technologien zu teilen“, hieß es weiter. So genehmigte die Regierung in London den Antrag Selenskyjs für den Bau von weitreichenden Marschflugkörpern mit britischer „Storm Shadow“-Technologie.
Selenskyj rechnet nicht mit Ukraine-Verhandlungen
Update, 17:18 Uhr: In der Ukraine glaubt man an ihrem Unabhängigkeitstag aktuell nicht an neue Friedensverhandlungen mit Russland. „Es gibt bei vielen Staats- und Regierungschefs Skepsis dahingehend, dass Putin zu irgendwelchen Verhandlungen bereit ist“, sagte Selenskyj. Ein neues Treffen der „Koalition der Willigen“ sei derweil für September geplant.
Ukraine-Krieg aktuell: Soldaten kehren aus der Gefangenschaft zurück
Update, 15:02 Uhr: Die Ukraine hat zehn Soldaten zurückgeholt, die zuvor als vermisst galten. Die Freilassung sei am 24. August im Rahmen einer besonderen Phase eines Gefangenenaustauschs über Belarus erfolgt, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit, wie die Ukrainska Pravda berichtet. Nach Angaben Selenskyjs dienten die Rückkehrer in den ukrainischen Streitkräften und der Nationalgarde und hatten an der Front in der Region Donezk gekämpft. Erst am 19. August waren laut dem Bericht bereits 103 ukrainische Militärangehörige aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt.
Ukraine-Krieg aktuell: Brand nach ukrainischem Angriff auf russisches Rüstungswerk
Update, 13:18 Uhr: In der Nacht vom 23. auf den 24. August haben die ukrainischen Streitkräfte einen zweiten Angriff auf das Kamensky-Kombinat verübt, ein Rüstungswerk in Kamensk-Schachtinski in der russischen Oblast Rostow, und dabei einen Brand in der Anlage ausgelöst. Das teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit: „In der Nacht vom 23. auf den 24. August 2026 griffen Einheiten der ukrainischen Streitkräfte das staatliche Unternehmen Kamensky Combine in Kamensk-Schachtinski in der russischen Oblast Rostow an. In der Anlage wurde ein Brand registriert.“
Das Ausmaß des Schadens werde derzeit noch ermittelt. Das Kamensky-Kombinat produziert Feststoffraketentreibstoff für Munition, die in den Mehrfachraketenwerfern Uragan, Smerch und Tornado-S sowie in verschiedenen Raketensystemen und luftgestützten Waffen zum Einsatz kommt.
Update, 12:30 Uhr: In seiner Rede an die Nation zum 35. Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit hat Präsident Selenskyj Russlands Staatschef Wladimir Putin scharf angegriffen. In einem 20-minütigen Video forderte er die internationale Gemeinschaft auf, Russland durch geschlossenes Auftreten „in die Knie zu zwingen“. Zugleich kündigte er an, den Widerstand gegen Putins Krieg fortzusetzen. Putin habe Russland stärker machen wollen – tatsächlich bildeten sich heute lange Schlangen an russischen Tankstellen, so Selenskyj. Russische Soldaten würden auf dem Schlachtfeld von der ukrainischen Armee „zu Dünger“ gemacht.
Ukraine-Krieg aktuell: Merz lobt „beeindruckenden Mut“ der Ukrainer – EU schickt weitere Milliardenhilfen
Update, 11:16 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine zum 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit die fortgesetzte Unterstützung Deutschlands zugesagt. In einem Video auf X erklärte er, man stehe „fest an der Seite der Ukraine“, die seit Jahren „mit beeindruckendem Mut“ ihre Unabhängigkeit gegen den russischen Angriffskrieg verteidige und der Welt zeige, was es bedeute, für Freiheit und einen gerechten Frieden einzustehen.
Anlässlich des Feiertags berieten Merz und weitere Staats- und Regierungschefs der „Koalition der Willigen“ über die weitere Ukraine-Unterstützung. Rund zehn Teilnehmer reisten dafür nach Kiew, darunter EU-Ratspräsident António Costa und der neue britische Premierminister Andy Burnham; Merz und andere waren per Video zugeschaltet.
Update, 10:15 Uhr: Die EU hat zum Unabhängigkeitstag der Ukraine neue Rüstungshilfen im Wert von 6,1 Milliarden Euro genehmigt – für Flugabwehrsysteme, Raketen, Munition und Radaranlagen. Grund ist die zunehmende Zahl russischer Angriffe mit Raketen und Drohnen, allein im Juli wurden 376 Raketenangriffe registriert. Kommissionspräsidentin von der Leyen betonte, Europa weite seine Unterstützung aus, damit die Ukraine ihren Luftraum verteidigen könne.
Die Mittel sind Teil eines bis zu 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehens, das in mehreren Tranchen ausgezahlt wird und die Ukraine sowohl militärisch als auch finanziell stabilisieren soll. Zuvor waren bereits Beschaffungen im Umfang von rund 16 Milliarden Euro genehmigt worden, davon sind 8,35 Milliarden Euro bereits ausgezahlt – größtenteils an Rüstungsunternehmen aus der EU.
Ukraine-Krieg aktuell: Deutschland will Diplomatie neu anschieben – auch über Türkei und Ägypten
Update, 9:18 Uhr: Außenminister Johann Wadephul will heute mit US-Außenminister Marco Rubio telefonieren. Er will ihm von seiner Ukraine-Reise berichten und ihn bitten, sich persönlich stärker um Friedensgespräche zu kümmern. Bisher waren vor allem die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff dafür zuständig.
Wadephul sagte im Deutschlandfunk, Deutschland wolle auch über andere Länder wie die Türkei, Ägypten und Golfstaaten Kontakt zu Russland suchen. Diese Länder hätten engere Beziehungen zu Russland als die meisten europäischen Staaten. Es sei Zeit für einen neuen diplomatischen Versuch.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland meldet Tote nach Drohnenangriff auf Krasnodar
Update, 6:20 Uhr: Die EU hat der von Russland angegriffenen Ukraine zum Nationalfeiertag fortgesetzte Hilfe zugesichert. „Wir werden die Ukraine weiter so lange und so umfassend wie nötig unterstützen“, sagte Ratspräsident António Costa vor der geplanten Teilnahme an Feierlichkeiten in der Hauptstadt Kiew am heutigen Montag. Bereits in den vergangenen viereinhalb Kriegsjahren habe man mehr als 220 Milliarden Euro mobilisiert.
Zugleich drohte Costa Kremlchef Wladimir Putin mit neuen Sanktionen gegen dessen Land. „Wir werden den Druck erhöhen, bis Russland das Töten beendet, ernsthaften Friedenswillen zeigt und an den Verhandlungstisch kommt“, sagte der frühere portugiesische Regierungschef. In diesem Sommer sehe man deutlicher als je zuvor, dass der Krieg Russlands Ressourcen aufzehre. Die bereits verhängten beispiellosen EU-Sanktionen zeigten Wirkung.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland meldet Tote nach Drohnenangriff auf Krasnodar
Erstmeldung: Nach russischen Behördenangaben sollen bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Millionenstadt Krasnodar im Süden Russlands zwei Kinder ums Leben gekommen sein. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, seien bei der Attacke in der Nacht auf Montag Drohnentrümmer auf eine private Kinderbetreuungseinrichtung gestürzt. Dabei wurden zwei Kinder getötet und sieben weitere verletzt, wie es unter Berufung auf den Gouverneur des Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, hieß. Auch zwei Erwachsene wurden demnach ins Krankenhaus gebracht. Die russischen Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Auch ein Warenlager, mehrere Häuser und noch im Bau befindliche Wohnblöcke sollen dem Tass-Bericht zufolge von herabfallenden Drohnentrümmern getroffen worden sein. Die Lagerhalle gehöre dem zweitgrößten russischen Onlineversandhändler Ozon und sei in Brand aufgegangen, Verletzte oder gar Tote gebe es nach Angaben des Unternehmens nicht. Rettungskräfte seien im Einsatz und versuchten, die Flammen zu löschen, berichtete Tass weiter unter Verweis auf Angaben Kondratjews.