Ukraine-Krieg aktuell: Russland attackiert Schiffe im Schwarzen Meer
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Russland attackiert Schiffe im Schwarzen Meer Von: Franziska Schwarz, Christian Stör, Simon Schröder, Felix Busjaeger Uns auf Google folgen Aktuelle News zur Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Neue Angriffe auf Russlands Wirtschaft. US-Deal kurzfristig nicht möglich. Selenskyj blickt auf den Herbst. Update, 23:03 Uhr: Russland hat im Juli mehr als 8.300 Gleitbomben auf die Ukraine abgeworfen – so viele wie nie zuvor in einem einzigen Monat. Damit wurde der bisherige Rekord von 8.266 Bomben aus dem Juni übertroffen, wie das ukrainische Verteidigungsministerium unter Berufung auf den Generalstab mitteilte, berichtet der Kyiv Independent. Die als KAB bekannten Lenkbomben werden im Ukraine-Krieg nicht nur gegen militärische Ziele an der Front eingesetzt, sondern zunehmend auch gegen Wohngebiete in weiter hinten gelegenen Städten – mit steigenden Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung. Eine verlässliche Abwehr gegen die Waffe besitzt die Ukraine bislang nicht. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Selenskyj erklärt sich erneut für Friedensgespräche mit Russland über Ende des Ukraine-Kriegs bereit Update, 22:16 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bereit erklärt, in jedem Format an Friedensgesprächen teilzunehmen. In seiner Abendansprache am Dienstag berichtete er von einem Treffen in Washington, bei dem Vertreter seiner Delegation über den Stand der Verhandlungen informiert hätten. „Wir sind täglich in Kontakt mit den Gesandten von Präsident Trump, und das ist wichtig“, sagte Selenskyj. „Wir werden bereit sein für Treffen in jedem Format, und wir erwarten, dass Witkoff und Kushner jetzt, im August, aktiv sind.“ Parallel dazu laufen laut Selenskyj Gespräche mit Partnern in den Golfstaaten, die diplomatische Bemühungen und Sicherheitsbedürfnisse der Ukraine im Ukraine-Krieg unterstützen könnten. Update, 20:49 Uhr: Russische Streitkräfte greifen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau drei Schiffe im ukrainischen Hafen Mykolajiw sowie ein weiteres im Schwarzen Meer vor Odessa an. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Diese würden laut Russland „im Interesse des ukrainischen Militärs“ genutzt. Im Hafen von Tschornomorsk attackieren russische Truppen zudem ein Containerterminal und eine Lagerhalle für Drohnen und Drohnenteile. Eine Bestätigung über den Angriff von ukrainischer Seite gibt es noch nicht. Update, 20:27 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat drei Prioritäten für eine schnellere EU-Annäherung seines Landes festgelegt. Er einigte sich dabei mit Ministerpräsident Serhij Korezkyj, dem neuen Vize-Regierungschef für europäische Integration Wsewolod Tschenzow sowie weiteren Vertretern des Präsidialamts. Das berichtet die Kyiv Post. Als erste und wichtigste Priorität nannte Selenskyj die vollständige EU-Mitgliedschaft als Kernziel. „Wir betrachten dies nicht nur als politische oder wirtschaftliche Aufgabe, sondern als Sicherheitsaufgabe – für uns und für die EU“, sagte er. Zweite Priorität sei die sektorale Integration in europäische Prozesse. Drittens solle Brüssel praktische Unterstützung leisten, damit die Ukraine den kommenden Winter trotz drohender russischer Angriffe auf Energie- und Wasserinfrastruktur übersteht. Ukrainische Drohnenangriffe auf Russlands Tankerflotte haben Folgen für Schifffahrtskonzern Update, 19:22 Uhr: Nach einem Drohnenangriff aus der Ukraine auf eines seiner Schiffe akzeptiert der russische Logistik- und Schifffahrtskonzern Fesco keine neuen Frachtaufträge für das Schwarze Meer mehr. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der staatliche russische Atomkonzern und Fesco-Eigentümer Rosatom berichtet, dass das Schiff „Janina“ in der Nacht zum Samstag durch ukrainische Seedrohnen beschädigt wurde und gesunken sei. Update, 18:40 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beschuldigt Russland, in der Stadt Cherson gezielt Zivilisten mit Drohnen zu jagen. Ein Video, das in sozialen Netzwerken kursiert, zeigt, wie eine Kleindrohne einen Straßenhändler attackiert. „Heute hat ein weiteres Video der Drohnen-‚Safari‘, die die Russen gegen Zivilisten in Cherson führen, viele schockiert“, schrieb Selenskyj auf X. Er behauptete, Russland gehe täglich so vor. In dem Video ist zu sehen, wie sich eine Drohne einem Mann nähert, der neben einem Transporter steht. Ein grüner Schirm ist aufgespannt, und Pappkisten liegen auf dem Boden. Der Mann sucht nach einem Versteck, während die Drohne ihn verfolgt und schließlich neben ihm explodiert. Das Video wurde zunächst auf einem Telegram-Kanal in Cherson veröffentlicht und später von der örtlichen Polizei geteilt. Der Mann hat den Drohnenangriff ukrainischen Medienberichten zufolge überlebt. Polen fängt russisches Flugzeug über Ostsee ab Update, 17:10 Uhr: Die polnische Luftwaffe hat nach Regierungsangaben bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Der russische Aufklärer vom Typ Il-20 sei 56 Kilometer nordöstlich von Koszalin unterwegs gewesen, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Nachrichtenplattform X. Dort hätten ihn zwei polnische Kampfjets abgefangen. Der polnische Luftraum sei nicht verletzt worden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. „Russland führt erneut provokative Aktionen in der Nähe der Grenzen der NATO-Staaten durch und testet damit die Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft der Verteidigungssysteme des Bündnisses“, schrieb Kosiniak-Kamysz weiter. Bereits am Montag und am vergangenen Freitag war es zu ähnlichen Vorfällen mit russischen Aufklärern über der Ostsee gekommen. Spannungen im Schwarzen Meer wegen des Ukraine-Kriegs Update, 15:32 Uhr: Die Türkei hat die Kriegsparteien Russland und Ukraine nach einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff dazu aufgerufen, für Sicherheit im Schwarzen Meer zu sorgen. Man appelliere an die Akteure, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten, teilte das Außenministerium in Ankara mit. „Wir sind zutiefst besorgt, dass sich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine trotz unserer Warnungen weiter im Schwarzen Meer ausbreitet und auch zivile Schiffe in Mitleidenschaft zieht“, hieß es weiter. Update, 14:41 Uhr: Das Wildberries-Lagerhaus in der Region Samara ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff vollständig niedergebrannt. Alle dort eingelagerten Waren seien zerstört worden, meldet Reuters unter Berufung auf einen Vertreter der Regionalregierung. Der Gouverneur der Region hatte den Angriff auf das Lagerhaus bereits am Sonntag (2. August) bestätigt. Der betroffene Standort liegt rund 800 Kilometer von den vordersten ukrainischen Militärstellungen entfernt. Neue Details zu Dauerfeuer auf Wildberries-Lager Update, 13:05 Uhr: Kiew nimmt im Ukraine-Krieg immer wieder den russischen Online-Händler Wildberries ins Visier. Die erste Zwischenbilanz sieht so aus: Die Ukraine hat innerhalb von 18 Tagen bisher insgesamt 15 Logistikzentren attackiert. Das gab Robert „Magyar“ Browdi, der Chef der ukrainischen Drohnentruppen, heute in den sozialen Netzwerken bekannt. 13 der betroffenen Lager sind seinen Angaben zufolge durch Brände vollständig zerstört worden. Am heutigen Morgen war demnach der große Wildberries-Logistikknoten Krasny Bor im Leningrader Gebiet das Ziel. Angaben zu den genauen Schäden des jüngsten Angriffs machte der Kommandeur nicht. Ukraine-Krieg aktuell: Russischer Soldat tötet auf Krim vier Menschen Update, 11:45 Uhr: Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat ein Soldat nach Angaben der örtlichen Behörden vier Menschen getötet. Der Mann habe in der Hafenmetropole Sewastopol zunächst auf andere Soldaten geschossen und einen von ihnen getötet, erklärte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. Anschließend habe der Soldat drei Zivilpersonen getötet. Der Angreifer wurde nach Angaben des Gouverneurs festgenommen. Das Motiv des Mannes war zunächst unklar. Die Staatsangehörigkeit des Soldaten wurde nicht genannt. Ukraine-Krieg aktuell: Tote in der Ukraine durch russische Angriffen Update, 10:30 Uhr: Die Ukraine beklagt nach russischen Angriffen mehrere Todesopfer. In der nordostukrainischen Stadt Sumy wurden laut Oleh Hryhorow, dem Chef der Militärverwaltung, zwei Mädchen im Alter von 5 und 10 Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden. In Mykolajiw im Süden der Ukraine kam nach Angaben von Militärgouverneur Heorhij Reschetilow eine 89-Jährige ums Leben. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden. Verluste für Russland Update, 9:35 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1240 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,45 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden 55 Artilleriesysteme und 1792 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg. Soldaten: 1.451.7560 (+1240 zum Vortag) Panzer: 12.237 (+5) Artilleriesysteme: 47.331 (+55) Mehrfach-Raketenwerfer: 2000 (+4) Luftabwehrsysteme: 1538 (+5) Drohnen: 442.740 (+1792) Marschflugkörper: 5007 (=) Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs. Ukraine-Krieg aktuell: Wildberries-Lager in Twer bei Angriff beschädigt Update, 9:05 Uhr: Die Attacken der Ukraine halten unvermindert an. Nach russischen Angaben ist bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht auch ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries in der Region Twer getroffen worden. Das Gebäude sei beschädigt worden, teilte Gouverneur Vitali Koroljow mit. Es sei niemand verletzt worden. Zuvor hatte Wildberries mitgeteilt, dass sein Lager in der Nähe von St. Petersburg in Brand geraten sei. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew setzt Angriffe auf Russland fort Update, 8:10 Uhr: Mit einer massiven Drohnenwelle hat die Ukraine in der Nacht erneut Energieinfrastruktur und Logistikzentren in Russland attackiert. Die Syzraner Ölraffinerie in der Region Samara stand nach dem Beschuss in Flammen. Zudem wurden Lagerhäuser des Online-Händlers Wildberries nahe Moskau und St. Petersburg getroffen. Der Moskauer Regionalgouverneur Andrej Worobjow bestätigte mehrere Einschläge in der Industriezone Nowossjolki und meldete fünf Tote sowie sechs Verletzte. Ukraine-Krieg aktuell: Lagerhalle bei St. Petersburg von Drohnen getroffen. Update, 7:05 Uhr: Bei einem Drohnenangriff in der Nähe der russischen Metropole St. Petersburg ist ein Lagerhaus getroffen worden. Das teilte der Regionalgouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mit. Welche Firma betroffen war, ließ er offen. Die Ukraine hat wiederholt Lagerhäuser von dem russischen Marktführer Wildberries angegriffen und begründet dies damit, dass sie auch vom russischen Militär genutzt werden. Ukraine-Krieg aktuell: Kein Patriot-Deal vor dem Winter Update, 4. August, 5:20 Uhr: Vor dem kommenden Winter wird es kein Abkommen zur Gemeinschaftsproduktion von Patriot-Raketen zwischen den USA und der Ukraine geben. Das hat US-NATO-Botschafter Matthew Whitaker in einem Fernsehinterview klargestellt. „Wir werden also weiter daran arbeiten“, sagte er gegenüber Fox News. Whitaker betonte, dass PAC-3-Patriot-Abfangraketen weiterhin strengen US-Exportkontrollen unterliegen. Patriot-Systeme gelten als einziger verlässlicher Schutz der Ukraine gegen russische Ballistikraketen. Ukraine-Krieg aktuell: Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer Update, 22:23 Uhr: Bei einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Regierungsangaben mindestens drei Seeleute schwer verletzt worden. Der Angriff traf das Schiff „Nadeschda“ etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei. Das teilte die türkische Generaldirektion für Seeverkehr nach Presseberichten mit, wie die dpa schreibt. Die Behörde legte sich zur Herkunft der Drohnen nicht fest. Türkische Medien berichteten unter Berufung auf den Kapitän, mehrere ukrainische Drohnen hätten das unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiff angegriffen. Den Angaben nach brach ein Brand an Bord aus. Alle 23 Seeleute seien von der russischen Marine nach Noworossijsk in Sicherheit gebracht worden. Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj entlässt ukrainische Botschafterin in den USA