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Kiew zündet russische Tanker und Öllager an

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Ukraine-Krieg aktuell: Kiew setzt russische Tanker und Öllager in Brand

Von: Franziska Schwarz

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Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Ukraine begrüßt 70-Milliarden-Zusage. Patriot-Produktion vor Hürden. Kiew attackiert Russlands Energieinfrastruktur.

Update, 12:37 Uhr: Der Rat der Europäischen Union wird voraussichtlich am Montag, dem 13. Juli, zusätzliche Sanktionen gegen Russland als Reaktion auf dessen großangelegte Angriffe auf die Ukraine billigen. Das berichtet das Portal Ukrainska Pravda unter Berufung auf EU-Quellen in Brüssel. Die neuen Sanktionen, die zuvor von EU-Außenpolitikchefin Kaja Kallas angekündigt worden waren, sollen auf einer Sitzung des EU-Außenministerrats am 13. Juli verabschiedet werden.

Die Vorschläge wurden vergangenen Freitag als Reaktion auf Russlands erneuten Großangriff auf Kiew in der Nacht vom 1. auf den 2. Juli eingereicht. Laut Angaben aus Verhandlungskreisen finden die Maßnahmen breite Unterstützung unter den EU-Mitgliedstaaten.

Erstmeldung, 9. Juli, 12:12 Uhr: Russlands Ölindustrie kommt nicht zur Ruhe. Im Abwehrkampf gegen Moskaus Invasion setzt die Ukraine auf Drohnenattacken gegen strategische Ziele im Hinterland – und Russlands Flugabwehr ist machtlos.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Attacken auf Kriegswirtschaft in Russland

Drohnenangriffe der Ukraine haben am Donnerstag (9. Juli) zwei russische Tanker im Asowschen Meer in Brand gesetzt und ein Öllager in der Region Twer getroffen. Unter anderem Reuters berichtete über die Angriffsserie gegen die russische Energieinfrastruktur.

Regionalgouverneur Witali Koroljow erklärte, das Feuer im Öllager sei unter Kontrolle. Russlands Verteidigungsministerium gab an, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 73 ukrainische Drohnen abgefangen – ein Zeichen für den wachsenden Druck auf die russische Kriegswirtschaft.

Patriot-Ausbau für Ukraine stockt

Unterdessen stößt der Aufbau einer eigenen Patriot-Raketenproduktion in der Ukraine laut Bloomberg auf massive technische und logistische Hürden. Lieferketten für die Fertigung bei Lockheed Martin seien bereits jetzt stark ausgelastet – das Unternehmen selbst erklärte, eine Verdreifachung der Kapazitäten sei frühestens bis 2030 möglich. Besonders anspruchsvoll seien Komponenten wie Feststoffraketentriebwerke, Steuerungsdüsen und das Leitsystem der PAC-3.

Ukraine-Krieg aktuell: „Die Produktion einer Patriot-Rakete dauert Jahre“

„Die Produktion einer Patriot-Rakete dauert Jahre, was bedeutet, dass die ukrainische Produktion dieser Raketen nicht in dem kurzen Zeitrahmen stattfinden wird, der notwendig ist“, sagte Verteidigungsexpertin Becca Wasser zu Bloomberg. Die USA übten zudem strenge Kontrolle über ihre Militärtechnologien aus, was den Prozess zusätzlich verlangsamen dürfte.

NATO einig – aber Melnyk warnt

Der UN-Botschafter der Ukraine, Andrij Melnyk, hat derweil die Zusagen an die Ukraine beim NATO-Gipfel als „wichtiges Signal“ begrüßt. Es zeige sowohl den Ukrainern als auch Russlands Präsident Wladimir Putin, dass die NATO einig bleibe, sagte Melynk im ZDF-„Morgenmagazin“. „Die Signalwirkung ist sehr stark.“

Allerdings benötige die Ukraine diese Abwehrsysteme sofort – die eigene Herstellung werde Monate, vielleicht auch Jahre dauern. „Es kommt darauf an, dass diese Abwehrraketen heute ankommen und nicht übermorgen“, so Melnyk.

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