Kik schließt hunderte Filialen
Überall Schließungen! Kik macht dicht, und zwar gleich massenhaft. Bei 76 Filialen des Textil-Discounters steht inzwischen offiziell fest, dass sie verschwinden. Entweder hat das Unternehmen es bestätigt oder Lokalmedien haben darüber berichtet. Im Hammer Maxicenter in NRW gibt es keinen Kik mehr.
Damit ist das Ende wohl noch nicht erreicht. Kik wollte dieses Jahr insgesamt 150 Filialen in Deutschland schließen. Weitere Läden könnten längst zu sein oder bald folgen, ohne dass es jemand groß bemerkt hat.
Auch über die bislang erfassten 76 Standorte hinaus gibt es Hinweise auf weitere Schließungen. In Emden könnte sich die Zahl der dokumentierten Fälle bereits auf mindestens 77 erhöhen. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf mögliche Schließungen in Mittelangeln-Satrup und Hannover-Nordstadt. Diese beiden Standorte sind allerdings noch nicht abschließend bestätigt.
📌 Das steckt hinter „KiK“
Gründung und Sitz: KiK wurde 1994 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Bönen (Nordrhein-Westfalen). Der Name steht für „Kunde ist König“.
Discounter-Konzept: KiK verkauft Bekleidung, Heimtextilien, Spielwaren und Haushaltsartikel zu sehr niedrigen Preisen. Die Filialen sind meist klein und liegen häufig in Innenstädten, Randlagen oder Einkaufszentren.
Internationale Präsenz: Das Unternehmen betreibt mehrere tausend Filialen, vor allem in Deutschland. Dazu kommen Filialen in Österreich, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Ungarn, der Slowakei, Polen, den Niederlanden und Rumänien. Weitere Länder sind dazugekommen.
KiK gibt keine Gesamtübersicht heraus
Eine komplette Liste liefert Kik nicht. Deshalb führt der „Merkur“ seit Wochen eine eigene Streich-Liste. Viele Läden, etwa in Bopfingen oder Östringen, sind seit dem ersten Quartal zu. Mengen (16. Oktober) und Gunzenhausen (15. Oktober) folgen bald.
Zuletzt kamen zwei Standorte dazu: Fürstenberg in Brandenburg und Stockelsdorf in Schleswig-Holstein. In Fürstenberg hatte Kik im Mai noch Gerüchte dementiert. Jetzt herrscht Gewissheit.
Eine Leserin schrieb dem Blatt: „Unser Kik in Stockelsdorf schließt auch. Laut Mitarbeiterin wird es im November soweit sein. Sortiment ist schon stark geschrumpft und reduziert.“ Das Unternehmen bestätigt: „Die Filialen in Stockelsdorf und Fürstenberg werden nach aktuellem Stand im November geschlossen.“ Die komplette Liste kannst du im „Merkur“-Artikel sehen.
Weitere mögliche Schließung in Emden
Die Liste der betroffenen Filialen könnte noch länger sein. Auch die KiK-Filiale im Dollart-Center in Emden ist ein möglicher zusätzlicher Fall. Eine Lokalzeitung berichtete im April 2026 über die bevorstehende Schließung des Standorts. Nach deiner Recherche datiert eine Immobilien-Fachquelle den letzten Verkaufstag auf den 22. Juni 2026. Sollte sich bestätigen, dass die Filiale in der bisherigen Liste noch nicht berücksichtigt wurde, steigt die Zahl der dokumentierten Schließungen auf mindestens 77. Die Ostfriesen-Zeitung berichtete am 25. April 2026 über die Schließung.
Hinweise auf weitere Standorte in Schleswig-Holstein und Hannover
Auch in Mittelangeln-Satrup in Schleswig-Holstein gibt es Anzeichen für eine weitere Schließung. Berichten in sozialen Medien zufolge soll die dortige KiK-Filiale im September endgültig geschlossen haben. Gleichzeitig sucht der Discounter Wreesmann Personal für eine Neueröffnung im November 2026 – und zwar an der bisherigen KiK-Adresse Mühlenstraße 20. Die Stellenausschreibung für den Standort ist öffentlich auffindbar. Eine offizielle Bestätigung der KiK-Schließung liegt bislang jedoch nicht vor. Zur Stellenausschreibung für die Neueröffnung in Satrup.
Ein weiterer möglicher Fall ist Hannover-Nordstadt. Dort kündigte ein lokaler Instagram-Beitrag laut Recherche einen Ausverkauf an und stellte die Schließung der KiK-Filiale für Anfang September in Aussicht. Filialverzeichnisse führen den Standort teilweise weiterhin, weshalb der Hinweis noch überprüft werden muss. Eine Rückfrage bei KiK wäre sinnvoll, bevor die Filiale als endgültig geschlossen gezählt wird.
Weitere News für dich:
KiK schrumpft, teils mit Räumungsverkauf
Laut Medienberichten läuft oder lief an manchen Standorten ein Räumungsverkauf. Details dazu nennt Kik nicht. Den 150 Schließungen stehen nur 15 Neueröffnungen gegenüber. Am Ende bleiben gut 2.200 Filialen in Deutschland übrig.
Schon im Frühjahr gab Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel die Richtung vor: „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück.“ Außerdem sagte er: „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität.“ Kundschaft und Personal spüren die bitteren Folgen nun nach und nach. Auch ein Wäsche-Riese trennt sich von mehreren Filialen.