Kimberly Guilfoyle: Umstrittene US-Botschafterin muss Posten in Athen räumen
Zuletzt war Guilfoyle nach Berichten über die mutmaßliche Käuflichkeit ihres politischen Einflusses immer stärker unter Druck geraten. Das »Wall Street Journal« hatte Nachrichten veröffentlicht , die belegen sollen, dass Guilfoyle den Trump-Spender Eric Deters um eine Überweisung in Höhe von 100.000 Dollar gebeten habe.
Demnach soll Guilfoyle die dringende Bitte wenige Tage vor ihrer Anhörung im Senat platziert haben. Guilfoyle habe das Geld gebraucht, um Schulden bei der Kreditkartenfirma American Express zu begleichen. Und Deters habe das Geld so schicken sollen, dass die Überweisung im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbar sei, so der Bericht.
Laut dem »Wall Street Journal« stand Guilfoyle seit Monaten in Kontakt mit Deters, der sie um Hilfe gebeten hatte, um die Aufmerksamkeit der Trump-Regierung auf persönliche steuerliche und rechtliche Angelegenheiten zu lenken – und ihr im Erfolgsfall Zahlungen von bis zu einer Million Dollar versprochen haben soll. Deters zufolge kam es allerdings nie zu einer Zahlung.
Guilfoyle bestreitet dem Bericht zufolge die Echtheit der Nachrichten. Wegen öffentlicher Auftritte sei ihr vor ihrer Anhörung im Senat Geld geschuldet worden. Deters sagte der Zeitung allerdings, keine Schulden bei Guilfoyle gehabt zu haben. In den Tagen zuvor hatten immer weitere Kongressmitglieder eine Aufklärung der Vorwürfe gefordert. Außenminister Marco Rubio hatte sich vergangene Woche noch vor die Botschafterin gestellt.
Sorgte bereits mehrfach für Kritik
Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass Guilfoyle mit Vorwürfen konfrontiert wird: So wird ihr unter anderem auch unterstellt, Personal der Botschaft in Athen schlecht behandelt zu haben. Auch sorgten Berichte über mutmaßliche Äußerungen Guilfoyles – sie soll geprahlt haben, Regierungen stürzen zu können – für viel Aufsehen. (Hier mehr .) Sie selbst bestreitet jedes Fehlverhalten.