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Kimi Antonelli: "Ich hätte gesagt, er soll die Klappe halten!"

Sport

(Motorsport-Total.com) - Rückblick: Vor zwei Jahren sorgte Kimi Antonelli am Freitag in Monza für die größten Schlagzeilen. Der gerade 18 gewordene Youngster durfte vor den Heimfans in Italien seine erste offizielle Formel-1-Session bestreiten. Antonelli legte los wie die Feuerwehr, brannte eine spektakuläre Runde in den Asphalt - und feuerte das Auto nur kurz darauf heftig in die Bande.

Trotzdem wurde er wenig später als Nachfolger von Lewis Hamilton bei den Silberpfeilen vorgestellt. Zwei Jahre später reist er als WM-Spitzenreiter zu seinem Heimspiel - etwas, an das er vor zwei Jahren wohl nicht einmal im Traum gedacht haben dürfte, als er in der Parabolica im Kiesbett stand.

"Ich hätte gesagt, er soll die Klappe halten", lacht er auf die Frage, was er in dem Moment gesagt hätte, wenn ihm jemand mitgeteilt hätte, dass er zwei Jahre später als souveräner WM-Führender nach Monza kommen würde. "Mach einfach keine Witze mit mir."

Schwieriger Moment beim Formel-1-Debüt

Denn für Antonelli war der damalige Monza-Freitag "ein sehr schwieriger Tag", wie er sagt. "So wollte ich mich definitiv nicht in diesem Sport einführen", so Antonelli. "Das war einfach nicht die Art und Weise, wie ich alles beginnen wollte."

Der Italiener gibt zu, dass der Moment für ihn sehr hart war, weil es gerade am Anfang nicht leicht sei, über solche Dinge hinwegzukommen. "Wenn also jemand, während ich durch das Kiesbett laufe, gesagt hätte: 'Weißt du was, in zwei Jahren führst du in genau diesem Moment die Weltmeisterschaft an', hätte ich gesagt: 'Du machst wahrscheinlich nur Spaß.'"

"Aber es passiert tatsächlich. Und ich bin sehr, sehr, sehr glücklich und sehr dankbar. Und ja, ich muss einfach weiter pushen."

Eine Menge Druck vor erstem Heimspiel 2025

Auch vor einem Jahr war die Situation alles andere als einfach, als Antonelli nach Monza kam. Nach einem ordentlichen Einstand war die Form des Mercedes-Piloten damals stark abgefallen. In den acht Europarennen vor Monza hatte der Rookie nämlich gerade einmal einen einzigen Punkt einfahren können.

Nach Imola hatte er zugegeben, dass ihm der Druck beim Heimspiel etwas zu viel war und er sich zu leicht habe ablenken lassen. Die Aussichten vor Monza waren daher alles andere als rosig.

"Ich hatte das Gefühl, dass ich mich beweisen musste, dass ich beweisen musste, dass ich in die Formel 1 gehöre", gibt er rückblickend zu. "Ich glaube, das hat den Druck auf mich selbst massiv erhöht, und das hat dazu geführt, dass ich, wie soll ich sagen, sehr verkrampft gefahren bin."

Damals habe er die Zeit im Auto absolut nicht genossen - anders als in diesem Jahr. Natürlich spielt das starke Auto eine große Rolle, doch Antonelli sieht auch in der Erfahrung einen großen Unterschied. "Ich fühle mich viel reifer, habe die Situation viel besser im Griff. Und wenn man dann natürlich auch gute Ergebnisse einfährt, ist das immer eine Sache weniger, die man beweisen muss."

"Und ich habe bewiesen, dass ich gewinnen kann. Ich habe bewiesen, dass ich Leistung bringen kann. Und deshalb ist es zwar toll, an diesem Wochenende zu meinem Heimrennen zu kommen, aber am Ende des Tages ist es ein Rennen wie jedes andere auch", sagt er.

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