DAX +0,83 % 25.918,39 Pkt 10:34:12 MDAX +0,54 % 30.590,74 Pkt 10:34:13 Euro Stoxx 50 -0,90 % 6.151,16 Pkt 10:34:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:33:51 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:32:46 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -0,79 % 3.999,50 USD 10:39:06 Silber -2,50 % 50,89 USD 10:39:02 Brent -2,05 % 112,53 USD 10:39:06 WTI +1,42 % 103,45 USD 10:39:12 Bitcoin -0,32 % 77.526,60 USD 10:49:08 EUR/USD +0,42 % 1,12030 USD 10:48:42 EUR/GBP -0,37 % 0,83380 GBP 10:49:12 EUR/CHF -0,44 % 0,91950 CHF 10:49:13 EUR/JPY +0,05 % 176,150 JPY 10:49:12

Klarnamenpflicht: „Bitte komme mir keiner mit Free Spech“ - Merz spricht sich erneut gegen Anonymität im Netz aus

Nation

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich erneut für eine Klarnamenpflicht im Internet ausgesprochen und dabei eine scharfe Abgrenzung vom amerikanischen Verständnis der Meinungsfreiheit vorgenommen. Bei einem Treffen in Berlin mit Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ sagte Merz am Dienstag: „Bitte komme mir keiner mit Free Speech. Das hat mit Free Speech nichts mehr zu tun.“

Das sei allenfalls ein „libertäres Politikverständnis“ aus Teilen der USA, das er nicht teile. Eine liberale Gesellschaft müsse in der Lage sein, die Bürger zu schützen, auch „vor falschen Informationen, vor persönlichen Herabsetzungen, vor Diskriminierung“, sagte der Kanzler.

Der Kanzler, der nach eigenen Worten noch in der „analogen Welt“ groß geworden sei, zog einen Vergleich zu klassischen Medien. Gegen Zeitungen, die Falschbehauptungen verbreiteten, habe man rechtlich vorgehen können. Diese Möglichkeit habe zu einer gewissen „Hygiene“ beigetragen. Im Internet dagegen könnten Nutzer unter Pseudonymen oder Fantasienamen auftreten, was die Klärung von Verantwortlichkeiten erschwere.

Merz argumentierte, eine liberale Gesellschaft müsse Bürger auch vor Falschinformationen, persönlichen Herabsetzungen und Diskriminierung schützen. Als weiteres Argument für eine Klarnamenpflicht nannte er den Schutz von Wissenschaftlern und Forschern vor Einschüchterung und Bedrohungen. Zudem verwies er auf von Bots generierte Nachrichten, von denen nach seiner Darstellung zuletzt insbesondere die AfD in Sachsen-Anhalt profitiert habe.

Bei „Jugend forscht“ nehmen Kinder und Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren mit Projekten aus Naturwissenschaft und Technik teil. Der Fragesteller hatte sich mit seinem Bruder mit quantensicheren Telekommunikationssystemen beschäftigt.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren