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Klimaeffekt! Pinguin-Kot lässt Antarktis-Schnee schneller schmelzen

Wissenschaft

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Sie watscheln putzig übers Eis und gelten als die niedlichsten Stars der Antarktis. Doch ausgerechnet der Kot von Pinguinen könnte dazu beitragen, dass Schnee in Teilen des eisigen Kontinents schneller schmilzt.

Forscher haben an der Westantarktischen Halbinsel untersucht, wie Pinguine und andere Seevögel das Wachstum winziger Schneealgen beeinflussen. Das Ergebnis: Ihr Kot, auch Guano genannt, enthält wichtige Nährstoffe. Besonders Phosphat wirkt wie Dünger für die Algen. Und damit beginnt eine erstaunliche Kettenreaktion.

Normalerweise ist Schnee weiß und wirft einen großen Teil des Sonnenlichts zurück. Doch bekommen die Algen genügend Nährstoffe, wachsen sie kräftig und färben Schneeflächen grün. Der dunklere Schnee nimmt mehr Sonnenenergie auf und erwärmt sich stärker.

Wie groß der Unterschied sein kann, zeigen frühere Messungen: Roter Algenschnee nimmt etwa 20 Prozent mehr Sonnenenergie auf als sauberer weißer Schnee. Bei grünem Algenschnee sind es sogar rund 40 Prozent mehr. Dadurch kann der Schnee schneller schmelzen. Studienleiterin Alia Khan von der University of Colorado Boulder erklärt: „Der Pinguin-Guano wirkt wie ein Dünger, der diese dichten grünen Schneealgenblüten antreibt.“

Für ihre Untersuchung sammelten die Wissenschaftler roten und grünen Algenschnee an der Küste der Westantarktischen Halbinsel und verglichen Gebiete mit und ohne Pinguinkolonien. Im Labor zeigte sich: In grünem Schnee steckte deutlich mehr Phosphat als in rotem oder ungefärbtem Schnee.

Die Feldarbeit hatte allerdings ihre Tücken. Khan erzählt: „Es stinkt sehr, wenn man in der Nähe von Pinguinen arbeitet.“ Die Tiere würden durch ihren Kot watscheln und ihn dabei über den Schnee verteilen.

Ein ernstes Klimaproblem

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