Klimafreundlicheres Kerosin aus Hessen erstmals in Passagierflugzeug eingesetzt
Erstmals ist ein regulärer Passagierflug mit synthetischem Kraftstoff aus Hessen durchgeführt worden. Der Kraftstoff gilt als klimafreundlichere Alternative zu herkömmlichem Kerosin. Wie das hessische Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte, wurde das sogenannte Power-to-Liquid-Kerosin auf einem Flug der Airline KLM Royal Dutch Airlines von Amsterdam nach Hamburg verwendet. Hergestellt wurde der Kraftstoff in der Anlage "ERA ONE" des Unternehmens INERATEC im Industriepark Frankfurt-Höchst. Dort wird synthetisches Kerosin aus grünem Wasserstoff und abgeschiedenem Kohlendioxid produziert. Solche Kraftstoffe sollen dazu beitragen, die CO2-Emissionen der Luftfahrt zu senken. Weltweit erste Anlage mit dieser Zertifizierung Neben dem ersten Einsatz im regulären Flugbetrieb gibt es nach Angaben des Ministeriums noch eine weitere Neuerung: Die Anlage in Frankfurt-Höchst erhielt außerdem als weltweit erste ihrer Art eine EU-Zertifizierung für erneuerbare, nicht-biogene Kraftstoffe. Damit erfüllt der dort hergestellte Kraftstoff die entsprechenden europäischen Vorgaben. Synthetisches Kerosin wird zwar schon an anderen Standorten hergestellt, neu ist allerdings, dass der Kraftstoff aus Frankfurt-Höchst nun erstmals alle Voraussetzungen für den breiteren Markt erfüllt. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) sprach von einem wichtigen Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Luftfahrt. "Wirtschaftliche Stärke und Klimaschutz gehören für uns zusammen", so Mansoori. Nun müsse der Einsatz synthetischer Kraftstoffe weiter ausgebaut werden. Laut Ministerium unterstützt das Land den Aufbau der Anlage seit mehreren Jahren. Unter anderem wurden die Planung und der Bau eines Tanklagers mit bis zu 1,1 Millionen Euro gefördert.