DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,08 % 52.769,52 Pkt 21:58:16 S&P 500 -0,66 % 7.641,07 Pkt 21:58:13 Nasdaq -0,88 % 26.059,49 Pkt 21:58:16 Nikkei +1,36 % 66.216,79 Pkt 08:45:03 Gold +2,06 % 4.582,10 USD 21:48:04 Silber +3,71 % 68,18 USD 21:47:50 Brent +2,11 % 93,55 USD 21:48:05 WTI +0,93 % 86,63 USD 21:48:11 Bitcoin +4,86 % 72.629,61 USD 21:58:08 EUR/USD +0,88 % 1,16810 USD 21:57:53 EUR/GBP +0,19 % 0,85680 GBP 21:58:17 EUR/CHF -0,57 % 0,93480 CHF 21:58:16 EUR/JPY +0,61 % 185,818 JPY 21:58:17

Klimakrise in Südtirol: Einzigartiges Skigebiet vor dem Aus

Welt

Wintersportler:innen, die ihrem Hobby im ganzen Jahr nachgehen wollen, müssen stark sein. Das letzte Sommer-Skigebiet Europas soll schließen. Wintersport im Sommer war schon immer umstritten. Jetzt hat diese Diskussion ein Ende, zumindest in Europa. Stilfser Joch in Südtirol macht zu Wie der "Standard" berichtet, kann man am Stilfser Joch in Südtirol nun nicht mehr im Sommer Ski fahren oder snowboarden. Hitzewellen und fehlende Nachtfröste sind die Gründe dafür, auch die zunehmenden Gewitter schaden dem Gletscher. Mittlerweile bleiben dort, auf rund 3000 Metern Höhe, die Temperaturen auch nachts oft über dem Gefrierpunkt, eine Zeit, in der der Schnee früher wieder anfrieren konnte. Stattdessen wird er jetzt instabil und die Gletscherschmelze beschleunigt sich. "Skinachrichten" berichtet, dass der Betrieb am 15. August bis auf weiteres eingestellt wurde. Sifas, der Betreiber des Skigebiets, sagt dazu: "Unser Team wird die Situation und die Bedingungen des Berges weiterhin ständig überwachen, in der Hoffnung auf sinkende Temperaturen und eine Verbesserung des Gletscherzustands." Wegen Klimakrise: Skifahrer suchen Alternativen Fehlende Nachtkälte und schmelzende Gletscher sind laut Expert:innen Folgen der Klimakrise. Dass ausgerechnet die Wintersport-Branche unter der Klimakrise leidet, ist besonders ironisch, da sie als besonders klimaschädigend bekannt ist. Die Argumente vom "WWF" sind unter anderem, dass der Ressourcenverbrauch steigt, um unter den aktuellen Bedingungen den Skibetrieb am Laufen zu halten. Schneekanonen verbrauchen viel Wasser, ohne sie sei Skifahren aber (auch im Winter) fast nicht mehr möglich. Hinzu kommt der Ressourcenverbrauch von Hotels und Skiliften. Besonders klimaschädlich sei aber vor allem die Anreise, da viele Wintersportler:innen nur wenige Tage bleiben und dafür weite Strecken mit dem Auto zurücklegen. Hinzu kommen Waldrodung für neue Skigebiete und damit einhergehend Planierungen, die dafür sorgen, dass der Boden kein Wasser mehr speichern kann, was Überschwemmungen, Erosionen und Lawinen begünstigt. Laut "Skinachrichten" weichen viele Athlet:innen auf Skihallen und die Südhalbkugel aus. Die Seilbahn am Stilfser Joch bleibt jedoch geöffnet. Wer also oben wandern möchte, kann das weiterhin tun.

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