DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei +1,98 % 66.906,30 Pkt 07:56:05 Gold +0,13 % 4.405,50 USD 08:01:07 Silber +1,40 % 64,39 USD 08:00:55 Brent +0,01 % 83,56 USD 08:01:01 WTI -0,15 % 78,06 USD 08:01:05 Bitcoin +0,45 % 65.138,27 USD 08:11:05 EUR/USD +0,29 % 1,15580 USD 08:10:21 EUR/GBP -0,05 % 0,85610 GBP 08:11:09 EUR/CHF -0,17 % 0,93460 CHF 08:11:09 EUR/JPY +0,24 % 182,973 JPY 08:11:09

Klimakrise: In Westeuropa war es im Juni und Juli so heiß wie noch nie, meldet Copernicus

Nation

Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie zuvor in den beiden Sommermonaten. Die Durchschnittstemperatur lag bei 21,62 Grad – und damit über dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022. Das teilte das EU-Beobachtungsprogramm Copernicus mit. Der Wert spiegele »die außergewöhnlich anhaltende Hitze« in diesem Sommer wider. Allerdings verweist Copernicus auf ein ausgeprägtes Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es wesentlich kühler war. Auch für Deutschland zeigen die Daten, dass der Südwesten deutlich wärmer war als der Nordosten. Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad der elftwärmste Juli. Die Pegelstände der Flüsse – insbesondere des Rheins, der Donau und der Seine – waren ungewöhnlich niedrig (mehr dazu hier ). In mehreren Ländern kam es zu Beeinträchtigungen im Schiffsverkehr, bei der Bewässerung und der Stromerzeugung. Hilft Baggern, wenn den Flüssen das Wasser fehlt? Hier erfahren Sie mehr dazu . Die extreme Trockenheit setzte sich in vielen europäischen Regionen weiter fort. Wie schon im Juni und teilweise im Mai war es auch im Juli in vielen Regionen trockener als im Durchschnitt. Dies betraf vor allem Teile der Iberischen Halbinsel, Frankreichs, Deutschlands, Österreichs, Ungarns und Großbritanniens. Der Feuchtigkeitsgehalt der Bodenoberfläche sei im Juli in Westeuropa deutlich niedriger gewesen als im letzten Dürre-Juli 2022. »Wenn Böden austrocknen, verlieren sie ihre Fähigkeit, auf natürliche Weise für Abkühlung zu sorgen, so dass sich die Hitze noch leichter aufbauen kann«, sagte Samantha Burgess, strategische Leiterin für Klima bei Copernicus. »Dies ist ein deutliches Beispiel dafür, wie der Klimawandel Hitzeextreme verstärkt: Hitze und Dürre verstärken sich zunehmend gegenseitig.« Auch die Weltmeere heizten sich auf Rekordniveau auf. Die Meeresoberflächentemperatur war im Juli den Angaben zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in diesem Monat. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,96 Grad. Der bisherige Höchstwert von 20,89 Grad stammt aus dem Juli 2023. Die Messwerte beziehen sich auf die Meere außerhalb der Polarregionen. Copernicus verweist auf die derzeit hohen Temperaturen im äquatornahen Pazifik infolge des beginnenden Klimaphänomens El Niño, das sich in den kommenden Monaten noch verstärken dürfte. Entlang der Atlantikküste und im westlichen Mittelmeer erreichten die Wassertemperaturen Rekordwerte, die mit starken maritimen Hitzewellen einhergingen.

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