Klimakrise: Mehr als 70 Prozent Englands sind von Dürre betroffen
Fast drei Viertel Englands sind nach Angaben der britischen Regierung mittlerweile von einer Dürre betroffen. 71,3 Prozent des Landes »befinden sich inzwischen im Dürrezustand, da sich die Lage nach einem trockenen Start in den August weiter verschlechtert hat«, teilte das britische Umweltministerium mit. »Nirgendwo« in England herrsche noch der Normalzustand. Vielerorts sanken durch die Dürre die Flusspegel. Landwirte warnten vor möglichen Lebensmittelengpässen infolge von Missernten. Dem Land steht in den kommenden Tagen die fünfte Hitzewelle des Jahres bevor. Niederschläge waren dagegen zunächst nicht vorhergesagt. Dem britischen Wetterdienst zufolge fiel im Juli in England und Wales so wenig Regen wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In England waren es nur zehn Prozent der sonst üblichen Regenmenge. Beschränkungen für Wasser Wegen der Dürre haben die Behörden bereits zahlreiche Beschränkungen für Bauern und Bürger erlassen. In einigen Regionen ist es etwa verboten, Pflanzen mit einem Gartenschlauch zu gießen. Insgesamt sind 27 Millionen Briten von den Wassereinschränkungen betroffen. Auch in anderen Teilen Europas ist es außergewöhnlich trocken. Laut Daten des Europäischen Dürreobservatoriums, das die Situation in Europa seit 2012 überwacht, waren 95 Prozent der französischen Festlandgebiete und 99 Prozent der Schweiz im Juli von Dürre betroffen.