Klimapolitik: Wadephul drängt auf Ausbau erneuerbarer Energien
Außenminister Johann Wadephul (CDU) drängt angesichts des Irankriegs auf einen schnelleren Umstieg auf erneuerbare Energien. »Die Blockade der Straße von Hormus war ein Weckruf an uns alle«, sagte Wadephul in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). »Es muss uns darin bestärken, uns noch konsequenter von fossilen Energieträgern zu lösen und unabhängiger zu machen.« Dafür gebe es mit Blick auf den Klimawandel ohnehin schon gute Argumente, sagte der CDU-Politiker weiter. »Aber hinzu kommt die sicherheits- und wirtschaftspolitische Facette, die uns diese Notwendigkeit nochmals verdeutlicht.« Weitere Entlastungen nicht »der richtige Weg« Gleichzeitig lehnte Wadephul erneute Entlastungsmaßnahmen für Bürger, wie den Tankrabatt, ab. »Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist. Die Auswirkungen lassen sich damit nicht dauerhaft neutralisieren und würden unsere Kapazitäten irgendwann auch überfordern«, sagte Wadephul weiter. Es gehöre »zur Ehrlichkeit dazu«, den Menschen zu sagen, dass die Großkonflikte in der Ukraine und der Golfregion »leider dazu führen, dass die Energiepreise und andere Preise steigen«. Man konzentriere sich darauf, dass die Verhandlungen »in beiden Konflikten überhaupt beziehungsweise wieder aufgenommen werden«, sagte der Außenminister.