Klimaschutz: Umweltverbände kritisieren Klimapolitik der Bundesregierung
Vor der Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg werfen Umweltschützer der Bundesregierung Planlosigkeit bei der Klimapolitik vor. Die bisherige Klima- und Energiepolitik sei von Rückschritten geprägt, verfestige fossile Strukturen und bremse den Ausbau erneuerbarer Energien, sagte die Co-Leiterin für Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, Vanessa Klocke. Angesichts von Hitzeperioden, Dürren und Waldbränden müsse die Bundesregierung den Klimaschutz und die Abkehr von fossilen Energieträgern deutlich vorantreiben.
Auch Greenpeace kritisierte die Klimapolitik der Regierung. Statt die Chancen einer modernen Wirtschaft zu nutzen, erlebe Deutschland einen gefährlichen Rückschritt, sagte der Leiter Politik bei Greenpeace Deutschland, Georg Kössler. Wer den Ausbau erneuerbarer Energien bremse, das geplante Ende des Verbrennungsmotors infrage stelle und neue Gaskraftwerke baue, gefährde die Zukunftsfähigkeit des Landes.
In Neuhardenberg soll es auch um Klimaschutz gehen
Bei der Kabinettsklausur am Dienstag und Mittwoch sollen unter anderem Trockenheit, Waldbrandgefahr und die Folgen des Klimawandels Thema sein. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will an diesem Samstagnachmittag die Region um Hürtgenwald bei Aachen besuchen. Dort hatten in den vergangenen Tagen Hunderte Einsatzkräfte gegen den bislang größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens gekämpft. Dass Merz nicht früher in die Region gereist war, hatte Kritik ausgelöst.