Klimaschutz: USA heben Emissionsgrenzen für fossile Kraftwerke auf
Die US-Umweltschutzbehörde EPA hebt Vorschriften zur Begrenzung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen von Kohle- und Erdgaskraftwerken auf. Die Behörde teilte mit, dadurch würden der Industrie Kosten von mehr als 300 Milliarden Dollar erspart, die US-Energieproduktion werde angekurbelt. Es handele sich um den »bedeutendsten Tag der Deregulierung in der amerikanischen Geschichte«, sagte EPA-Chef Lee Zeldin. Er versprach außerdem die Aufhebung oder Überprüfung von weiteren Umweltauflagen. Klimaschützer haben bereits angekündigt, gerichtlich dagegen vorzugehen.
Die Lockerungen kündigte die EPA im Rahmen des G20-Energieministertreffens in Houston an. Die jetzt aufgehobenen Regulierungen stammen aus den Amtszeiten von Joe Biden und Barack Obama. Diese sahen vor, Treibhausgasemissionen bis 2047 um eine Milliarde Tonnen zu reduzieren. Bereits im Februar 2026 hatte die EPA die grundlegende Feststellung von 2009 aufgehoben, dass Treibhausgase eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. US-Präsident Donald Trump stellte den menschengemachten Klimawandel in der Vergangenheit mehrfach als Schwindel dar.