Klimawandel: Lässt der Mensch die Erde beben?
Als Roger Moore das letzte Mal James Bond spielte, sah er als fiktiver Geheimagent einer Katastrophe entgegen. Sein Gegenspieler Max Zorin wollte in der kalifornischen San-Andreas-Spalte ein Erdbeben auslösen, um das Silicon Valley zu fluten und dann die globale Mikrochipindustrie zu dominieren. Ein wahnwitziger Plan, der in der Realität schon daran scheitern würde, dass auch eine Mine voller Dynamit zwar die Erde zum Wackeln brächte, aber sicher keine Kontinentalplatten verschöbe.
Beben entstehen, wenn sich die Erdkruste bewegt. Meistens, weil sich die Ränder zweier tektonischer Platten gegeneinanderschieben, sich dabei Stellen verhaken und irgendwann brechen. Oder bei mächtigen Vulkanausbrüchen. Lange schien klar: All das ist als Naturkatastrophe höhere Gewalt, die der Mensch nicht beeinflussen kann.