Klimawandel: Waldbrände zwingen Europa zum Strategiewechsel
Paris, Madrid, Brüssel. Die massiven Waldbrände in Frankreich und Spanien bringen Einsatzkräfte und Katastrophenschutz an ihre Grenzen und zwingen Europa zu einer neuen Präventionsstrategie, warnte die EU-Kommission am Montag. In der spanischen Provinz Ávila wütet der größte Brand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1968. Im französischen Département Gironde sprechen örtliche Behörden von einem Feuer bislang unbekannter Dimension, das sich der Großstadt Bordeaux nähert. Die Brände beherrschen in beiden Ländern die politische Agenda: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron berief am Montag eine Krisensitzung ein. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez rief bereits in der vergangenen Woche eine nationale Notlage aus. In Madrid legten die sozialistische Zentralregierung und die konservative Regionalregierung ihren erbitterten Streit vorerst bei, um sich auf die Krisenbewältigung zu konzentrieren.