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Klöckner reagiert „äußerst irritiert“: Instagram

Nation

Ein Instagram-Video des Linken-Abgeordneten Maik Brückner sorgt aktuell für Unmut im Bundestag. In einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag führt Brückner den Rapper Baran Kok durch das Parlament. Gemeinsam besichtigen sie Sitzungssäle, unterirdische Tunnel und die Reichstagskuppel. Die Kontroverse: Sie sprechen währenddessen ungeniert über Drogen, Sex und Homosexualität.

„Man hat ja ständig irgendwelche rechtsextremen Politiker, die dann halt so auf einer schwulen Sexparty mit Drogen erwischt werden“, erzählt Brückner in dem Video. „Die, die am lautesten bellen, sind immer die, die am Ende selbst gay sind oder selbst was haben“, stimmt ihm Kok zu. Denn die müssten belegen, dass sie selbst nicht schwul seien, pflichtet der Linken-Politiker bei.

Video von Linken-Abgeordneten sorgt für gemischte Reaktionen

„Bei allen Leuten von der AfD, die so heftig gegen Queers hetzen, denke ich immer: Come on, in zwei Jahren ...“, sagt Brückner – und Kok knüpft prompt an: „Du lutschst Schwänze. Wir lutschen das Gleiche. Du und ich, wir sind gleich, eigentlich. Ich komme nur darauf klar und du nicht.“

Brückners Instagram-Followerinnen und -Follower feiern das Video in der Kommentarspalte. „Ich möchte nur noch solchen Content aus dem Bundestag sehen“, schreibt eine Nutzerin. Wer das nach Informationen des Tagesspiegels anders sieht, ist Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU).

Bundestagspräsidentin Klöckner sei „äußerst irritiert“ von dem Video, heißt es aus ihrem Umfeld

Aus dem Umfeld von Klöckner heißt es, dass sie das Video kennt. Sie sei „über den Inhalt und den Sprachgebrauch äußerst irritiert“. Das Video werde der Würde der Institution in keiner Weise gerecht. „Ihrer Auffassung nach ist es Aufgabe der Abgeordneten, das Hohe Haus in Ton, Auftreten und Sprache angemessen zu repräsentieren – und nicht, es derart vorzuführen“, heißt es.

Brückner reagierte zunächst nicht auf die Anfrage des Tagesspiegels, sich zu Klöckners Kritik zu äußern. Einen Hinweis darauf, wie er aber womöglich dazu steht, versteckt sich in dem umstrittenen Video: „Queer sein und öffentlich sein, feiern, und Spaß haben, witzig sein – das ist halt auch politisch, würde ich sagen“, sagt der 34-Jährige darin.

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