Knatsch mit Hamilton und Leclerc – Timo Glock kritisiert: So nicht!
Nach dem unterhaltsamen Grossen Preis der Niederlande leckt Ferrari die Wunden: Der Rennwagen war schnell genug, um einen Podestplatz einzufahren, aber Lewis Hamilton und Charles Leclerc schrammten beide am Podest vorbei – Rang 4 für den Engländer, Platz 5 für den Monegassen.
Lewis Hamilton kritisierte nach dem Zandvoort-Rennen die Ferrari-Strategie: «Das war frustrierend. Ich hatte ein super Tempo, war auf einer anderen Strategie mit einem anderen Reifen. Leclerc hatte ganz klar Probleme auf dem mittelharten Reifen, und ich habe da Zeit verloren. Um als Team die maximale Punktezahl herauszuholen, müssen wir besser zusammenarbeiten. Die Entscheidung hätte früher getroffen werden sollen. Ich denke, das hat uns einen Podestplatz gekostet.»
«Mein Ziel ist es, Ferrari zur WM zu führen. Wenn man gewinnen will, dann muss man solche Dinge tun (Hamilton meint den Platzwechsel, M.B.). Das machen jedenfalls die Anderen. Wir müssen das definitiv diskutieren.»
Charles Leclerc zu den Diskussionen am Funk: «Pah, das sind doch ganz normale Diskussionen während eines Rennens. Von aussen sieht das vielleicht schlimmer aus. Wenn nicht so viel auf der Strecke los ist, konzentrieren sich die Leute auf diese Diskussion. Am Ende war es aus meiner Sicht nicht die richtige Runde, um in die Box zu fahren. Die Entscheidung wurde anders getroffen, und das werden wir gemeinsam analysieren.»
Der frühere deutsche Formel-1-Fahrer hat die Zandvoort-Action vor Ort für unsere Kollegen von Sky verfolgt. Er sagt zum Vorgehen von Ferrari: «Ferrari hat das Paradebeispiel gezeigt, wie man es nicht machen sollte mit Charles Leclerc und Lewis Hamilton. Leclerc hielt Hamilton zwei, drei Runden zu lange auf. Wenn man Lewis frühzeitig vorbeigebracht hätte, hätte man vielleicht sogar vor Kimi Antonelli ins Ziel kommen können.»