DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Kodi macht 50 Filialen dicht

Wirtschaft

Startseite Wirtschaft Discounter macht rund 50 Filialen nach Insolvenz dicht – „Eigentlich müssten alle schließen“ Von: Armin T. Linder Uns auf Google folgen Eine große Discounter-Kette wird nach der erneuten Insolvenz zahlreiche Filialen schließen. Ein Experte sieht schwarz für das Unternehmen. Halle (Saale) – Neuer Rückschlag für eine große Discounter-Kette: Die Kodi Handels GmbH hat am Amtsgericht in Halle (Saale) einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Ziel sei es, den Fortbestand zu sichern, sagte Kodi-Geschäftsführer Fabian Grund. Er räumt ein: „Die Ausgangslage ist allerdings nicht einfach.“ Tatsächlich gibt es schon länger Probleme bei Kodi. Die Kette kam einst auf etwa 240 Filialen. 2024 hatte Kodi dann ein Schutzschirmverfahren beantragt und in der Folge das Standortnetz deutlich ausgedünnt sowie mehr als 500 Beschäftigte gekündigt. Seitdem verfügt Kodi noch über etwa 150 Filialen, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. Kodi erneut insolvent: Etwa 50 der noch 150 Filialen werden schließen Es wird bald noch weniger Kodi-Läden geben. Erwartet wird, dass rund 50 der aktuell 150 Filialen schließen müssen, so Geschäftsführer Grund laut dpa. Viele Mitarbeiter werden dann ihre Jobs verlieren. Löhne und Gehälter seien für die Monate Juli, August und September über das Insolvenzgeld gesichert. Welche Läden wegfallen werden, steht noch nicht fest. Der Geschäftsbetrieb in den Filialen des Non-Food-Discounters soll vorerst ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein stellt dem Unternehmen keine positive Prognose aus. „Eigentlich müssten alle Kodi-Häuser schließen“, erklärte er gegenüber der Rheinischen Post. „Ein Discounter, der Insolvenz anmeldet, hat sich erübrigt.“ Das heißt wohl, ein nicht konkurrenzfähiger Discounter habe kaum eine Überlebenschance. Der Fachmann sieht Fehler bei Kodi. „Kodi hat viel zu lange zu viele Zugeständnisse an die Standortqualität gemacht“, so Heinemann weiter zur Rheinischen Post. Die Lage vieler Läden sei nicht gut. Hinzu kommt laut Heinemann: „Kodi hat sich viel zu sehr auf die kleinen und mittelgroßen Städte fokussiert.“ Nach dem vorangegangenen Sanierungsverfahren sah Geschäftsführer Grund eigentlich das Unternehmen als stabilisiert an. „In den vergangenen Monaten haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen jedoch in einer Dynamik und Intensität verschärft, die zum Zeitpunkt nicht absehbar waren und unsere Situation erneut erheblich belasten.“ Begründet wird die Insolvenz mit der anhaltend schwierigen Lage im deutschen Einzelhandel. Neben der schwachen Konsumstimmung belasteten vor allem der zunehmende Wettbewerbsdruck durch digitale Geschäftsmodelle, hohe Energiekosten, steigende Lohnnebenkosten sowie hohe Mietkosten das Unternehmen. Non-Food-Discounter Kodi wurde 1981 gegründet Kodi wurde 1981 gegründet, verkauft vor allem Haushaltswaren und Drogerieartikel. Firmensitz ist Oberhausen, die Gesellschaft sitzt in Landsberg (Sachsen-Anhalt). Eine vorläufige Eigenverwaltung ist vom Gericht laut Mitteilung bereits angeordnet worden. Bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt die bisherige Geschäftsführung im Amt und leitet die Sanierung selbst. Kontrolliert wird das Verfahren vom Rechtsanwalt Lucas Flöther, der zum vorläufigen Sachwalter bestellt wurde.

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