DAX +0,15 % 26.338,61 Pkt 18:00:00 MDAX +0,29 % 32.356,98 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,14 % 6.530,45 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,46 % 53.593,13 Pkt 18:20:02 S&P 500 -0,29 % 7.776,04 Pkt 18:20:02 Nasdaq -0,20 % 26.749,59 Pkt 18:20:05 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +1,06 % 4.484,30 USD 18:10:06 Silber +2,15 % 66,51 USD 18:10:06 Brent +0,46 % 88,93 USD 18:10:04 WTI +0,23 % 82,59 USD 18:10:07 Bitcoin +1,93 % 64.028,91 USD 18:20:04 EUR/USD +0,50 % 1,15930 USD 18:19:57 EUR/GBP -0,05 % 0,85450 GBP 18:20:07 EUR/CHF -0,06 % 0,93840 CHF 18:20:06 EUR/JPY +0,43 % 184,672 JPY 18:20:07

Kollegen melden sich bei Ludovit Reis

Sport

Dieser Wechsel sorgt auf allen Seiten für erhitzte Gemüter – aber wie weit darf man gehen? Nach den heftigen Reaktionen, die der Transfer von HSV-Aufstiegsheld Ludovit Reis zu Werder Bremen hervorrief, gingen beide Vereine in die Offensive und versuchen, zu beschwichtigen. Insbesondere die Bremer richteten harte Vorwürfe an den HSV-Anhang. So ganz wohl fühlte er sich nicht in seiner Haut, das war Reis anzusehen, als er am Samstag im Weserstadion vorgestellt wurde. Vor dem 0:1 im Test gegen Auxerre hieß Werder seine Neuzugänge willkommen, darunter auch Reis. Der kam diesmal zwar noch nicht zum Einsatz, wurde vom Anhang aber freundlich begrüßt. Balsam auf die Wunden der vergangenen Tage. Der HSV reagiert auf die Hass-Kommentare seiner Fans Anzeige Das, was zuvor geschehen war, sorgt auch weiterhin auf allen Seiten für Diskussionen. Nachdem der ablösefreie Wechsel des Mittelfeldspielers vom FC Brügge an die Weser am Freitag bekannt gegeben wurde, reagierten zahlreiche HSV-Anhänger in den sozialen Medien mit Unverständnis, Wut und bisweilen sogar Hass. Das rief auch den HSV auf den Plan. „Wir verstehen, dass ein Wechsel zum Rivalen bei vielen Fans starke Emotionen auslöst“, ließ Sportdirektor Claus Costa am Rande des Hamburger Testspiels in Toulouse (2:1) wissen. „Enttäuschung, Kritik und eben Emotionen gehören zum Fußball dazu. Was aber nicht dazugehört, sind Drohungen gegen Ludo oder seine Familie. Bei aller Rivalität sollten wir nicht vergessen, dass hinter jeder sportlichen Entscheidung ein Mensch steht.“ Anzeige Auch Clemens Fritz war der Ärger über das, was sich im Internet abspielte, anzumerken. „Bei aller Rivalität sollte es doch auch immer menschlich bleiben“, stellte Werders Geschäftsführer Profifußball fest. „Wir distanzieren uns komplett von Hetze. Kritik ist okay und kann auch angebracht sein. Aber wenn es unter die Gürtellinie geht, ist es eben nicht mehr angebracht.“ Zudem geißelte er die Übeltäter: „Es ist immer leicht, wenn man sich im Internet hinter Synonymen verstecken kann. Da sollten sich die diejenigen auch mal hinterfragen, ob ihr Verhalten okay ist.“ Anzeige Reis zeigt sich betroffen von den Drohungen einiger HSV-Fans Wie aber reagiert Reis auf den Liebesentzug der HSV-Fans, die ihn nach dem Bundesliga-Aufstieg im Sommer 2025 noch auf Händen trugen? Nach MOPO-Informationen hat der 26-Jährige durchaus mit heftigen Reaktionen gerechnet. Dass die Wut mancher Anhänger aber so sehr in sein privates Umfeld abdriftet, soll ihn überrascht haben und auch betroffen machen. So wurde nicht nur Reis persönlich von HSV-Fans bedroht. Auch seine Lebensgefährtin erhielt via Instagram mehrere Hassnachrichten und Drohungen. Einige frühere HSV-Weggefährten des Fußballers löschten ihre Glückwunsch-Kommentare, die sie nach dem Wechsel gepostet hatten – weil auch sie aufs Übelste angefeindet wurden. Reaktionen, die im krassen Gegensatz zu dem stehen sollen, was hinter den Kulissen passiert. So soll Reis mehrere aufmunternde Anrufe und Nachrichten zahlreicher Ex-HSV-Kollegen erhalten haben, die Verständnis für seinen Wechsel äußerten. Der Niederländer selbst ist um Normalität bemüht. Am Sonntag trainierte er erstmals nach seiner Ankunft an der Weser mit seiner neuen Mannschaft. Werder kümmerte sich vor dem Wechsel intensiv um Reis Dass der Transfer überhaupt zustande kam, lag an der Perspektive, die Werder dem Ex-HSV-Kapitän aufzeigte. Wie die MOPO erfuhr, soll sich sein kein anderer Klub so innig um Reis bemüht haben, wie es die Bremer taten. Ein Gefühl, das der frühere Junioren-Nationalspieler der Niederlande nach seinem schweren Jahr in Brügge genoss. Auch deshalb sagte er, trotz anfänglicher Bedenken, Ja zu Werder. Für viele HSV-Fans ein No-Go. Fritz aber verspricht: „Das Entscheidende ist, dass wir zu 100 Prozent hinter Ludo stehen und ihm dementsprechend Unterstützung geben.“ Ende November (20.-22.11./noch nicht genau terminiert) kommt es dann zum großen Wiedersehen beider Klubs. Dann hat Reis zunächst Heimrecht gegen seine alte Liebe.

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