Kollegen trauern um "Sopranos"-Star Vincent Pastore
Für Millionen Serienfans bleibt er untrennbar mit einer der prägendsten Figuren des Fernseh-Mafiaepos verbunden. Nun ist Vincent Pastore, der als "Big Pussy" Kultstatus erreichte, im Alter von 80 Jahren gestorben. Ein Nachbar machte die traurige Entdeckung: Vincent Pastore, einer der markantesten Mafia-Darsteller Hollywoods, wurde am Samstag, dem 1. August, tot in seiner Wohnung in der Bronx aufgefunden. Der Schauspieler, der als Salvatore "Big Pussy" Bonpensiero in "Die Sopranos" Fernsehgeschichte schrieb, wurde 80 Jahre alt. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend. Pastores Manager hatte demnach drei Tage lang nichts von ihm gehört. Ein enger Freund erklärte zudem, der Fahrer des Schauspielers habe noch am Freitagabend mit ihm telefoniert. Alles deutet auf einen natürlichen Tod hin, die Gerichtsmedizin ermittelt nicht. Vom Limousinenfahrer zum Mafioso Sein Leben begann dort, wo es endete: Geboren wurde Pastore am 14. Juli 1946 in der Bronx. Bevor er die Schauspielerei zum Beruf machte, kämpfte er im Vietnamkrieg und schloss ein Schauspielstudium an der Pace University ab. Den Lebensunterhalt verdiente er sich lange als Limousinenfahrer. Dass daraus eine Karriere wurde, verdankte er einem Zufall. Matt und Kevin Dillon sahen ihn in einem Laientheaterstück. Kevin Dillon, später bekannt aus "Entourage", verhalf ihm zu seinem ersten Engagement. Zunächst folgten kleine Auftritte in Klassikern des Genres: "GoodFellas", "Carlito's Way" und "Mann mit Ehre" Anfang der Neunzigerjahre. Bekannter wurde er 1995 mit "The Jerky Boys" und ein Jahr später mit dem HBO-Film "Gotti", in dem er bereits an der Seite seiner künftigen "Sopranos"-Kollegen Tony Sirico, Frank Vincent und Dominic Chianese stand. Der Verräter an Tony Sopranos Seite Die Rolle seines Lebens brachte ihm 1999 David Chase. In dessen Serie "Die Sopranos" spielte Pastore den Mafia-Vollstrecker "Big Pussy", langjährigen besten Freund von Tony Soprano (James Gandolfini, 1961-2013), der sich heimlich als Informant des FBI anwerben lässt. Sein gewaltsames Ende gehört bis heute zu den meistdiskutierten Szenen der mit Emmys ausgezeichneten Serie, die von 1999 bis 2007 in sechs Staffeln lief. Die Serienfamilie nimmt Abschied Entsprechend groß ist die Anteilnahme der früheren Kollegen. Michael Imperioli, in der Serie als Christopher Moltisanti zu sehen, schrieb auf Instagram: "Unser geliebter Freund und Kollege VINCENT PASTORE ist gestorben. Das hier trifft uns hart, es kommt mir vor, als würde ich Vinny schon ewig kennen. Wir haben viel zusammen gearbeitet und sind quer durch die USA gereist, aber auch nach Italien und Australien. Viele gute Zeiten. Viel Gelächter. Vinny war ein herzensguter Bruder, dem seine Familie und seine Freunde sehr am Herzen lagen. Ich werde ihn immer vermissen." Empfehlungen der Redaktion Bruce Darnell über Verlust seines Partners: "Es war ein schöner Tod" Ulli Potofski: Sedlaczeks "Fernseh-Papa" starb vor einem Jahr "Wir wussten schon immer, dass wir viele sind" Jamie-Lynn Sigler, als Meadow Soprano Teil der Serienfamilie, würdigte ihn als "wunderbaren Schauspieler, einen freundlichen und liebevollen Mann". Es sei eine Ehre gewesen, ihn zu kennen und mit ihm zu arbeiten. Lorraine Bracco, in der Serie die Therapeutin Dr. Jennifer Melfi, nannte ihn "so einen lustigen und charmanten Mann, einfach eine schöne Seele". Für sie sei sein Tod "absolut herzzerreißend". Joe Pantoliano alias Ralph Cifaretto stand nie gemeinsam mit Pastore vor der Kamera und lernte ihn dennoch über die Jahre schätzen: "Er hatte diesen unglaublichen Appetit auf das Geschäft, und diesen Funken hat er nie verloren." Kürzer fiel die Reaktion von Stevie Van Zandt aus, der Silvio Dante verkörperte. Auf X schrieb er: "Wieder ist ein unersetzlicher Bruder gegangen. Es wird nie leichter. Reise wohl, Vincenzo." (stk/spot/bearbeitet von amb) © 1&1 Mail & Media/spot on news