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Köln siegt 2:1 im Derby: Gladbach-Aufregung über Szene vor El Malas Tor - Foul an Hashioka?

Sport

Gladbachs Innenverteidiger Daiki Hashioka ging am Sonntagnachmittag nach einem Rempler von Tom Krauß in der 68. Minute zu Boden, wenige Sekunden später zappelte der Ball nach einem Schuss aus 18 Metern im Tor. Kölns Said El Mala gelang mit einem sehenswerten Schuss im Rheinderby der Siegtreffer gegen Borussia Mönchengladbach.

Der Videoassistent checkte den Treffer und auch den Zweikampf zwischen Krauß und Hashioka, während die Gladbacher auf Florian Badstübner einredeten. Der Schiedsrichter zeigte nach einer kurzen Rücksprache schließlich auf den Mittelpunkt und gab den El-Mala-Treffer, der das Spiel letztlich entschied.

Das Duell zwischen Krauß und Hashioka und die Entscheidung Badstübners sorgten nach dem Spiel noch für Gesprächsstoff. Gladbachs Trainer Alexander Blessin sagte auf der Pressekonferenz: „Jetzt kann man sagen, dass ich ein schlechter Verlierer bin. Aber das Tor darf für mich nicht zählen, weil es ein klares Foul ist. Wenn es ein normaler Block ist von Tom Krauß, dann bin ich dabei. Aber er geht aktiv in Daiki Hashioka rein, sodass er nicht rausverteidigen kann“, schilderte Blessin seine Eindrücke.

„Wir brauchen nicht darüber reden, dass es Said El Mala im Anschluss hervorragend macht. Aber Tom Krauß geht mit voller Wucht rein“, sagte Blessin, der beinahe süffisant ergänzte: „Das muss mir jemand erklären. Ich war jetzt drei Monate raus. Das ist bitter, weil wir alles versucht haben, noch mal zurückzukommen.“

Sportchef Rouven Schröder stimmte Blessin zu: „Für mich war es ein Foul. Said El Mala hat das wunderbar gemacht, aber meiner Meinung nach hätte man dieses Foul in einer so engen Situation pfeifen müssen. Das muss man deutlich ansprechen. Das hat nichts mit der Suche nach Ausreden zu tun“, sagte Schröder.

Auch Gladbachs Mittelfeldspieler Philipp Sander fühlte sich ungerecht behandelt. „Für mich war es ein klares Blocken von Daiki Hashioka, wodurch er am Ende nicht mehr in den Zweikampf kommt. Wenn man einem Spieler mit diesem Format in der Bundesliga einen freien Fuß lässt, kann das spielentscheidend sein. Ich hätte mir gewünscht, dass der Schiedsrichter sich die Szene noch einmal anschaut“, sagte Sander und fügte hinzu: „Ich muss aber auch gestehen, dass ich mir die Szene selbst noch einmal ansehen muss.“

Badstübner gab den Treffer, ohne sich die Bilder auf dem TV-Bildschirm anzuschauen. Aus Gladbacher Sicht war die Entscheidung des Schiedsrichters eine harte Entscheidung, aber dennoch eine nachvollziehbare, weil Krauß seinen eingeschlagenen Laufweg lediglich fortsetzte, bevor es zum unglücklichen Zusammenprall kam, der Hashioka kurzzeitig aus dem Spiel nahm.

Dazn-Experte Tobias Schweinsteiger ordnete die Szene ebenfalls ein und wertete sie anders als die Gladbacher: „Das ist kein Foul. Es ist sehr, sehr grenzwertig. Ich verstehe aus Gladbacher Sicht den Unmut. Aber Tom Krauß macht einen geraden Laufweg und Daiki Hashioka dreht sich rein. Ein Unfall, der für Köln gut ausgeht.“

Ob Hashioka ohne den Zweikampf mit Krauß überhaupt noch etwas gegen El Mala hätte ausrichten können, ist ebenfalls fraglich, wäre für die Entscheidung Badstübners aber unerheblich gewesen.

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