Kolumbien: Abelardo de la Espriella - Vertrauter von Donald Trump als Präsident vereidigt
Kolumbiens neuer rechtsgerichteter Präsident Abelardo de la Espriella hat bei seiner Vereidigung ein hartes Vorgehen gegen den Drogenhandel und haushaltspolitische Sparmaßnahmen angekündigt. »Mitglieder krimineller Banden und narkoterroristischer Gruppen haben zwei Möglichkeiten: sich dem Rechtsstaat zu fügen oder sich dem entschlossenen Vorgehen des kolumbianischen Staates und seiner Sicherheitskräfte zu stellen«, sagte er am Freitag in seiner Antrittsrede auf einem Militärstützpunkt in Cali. Die Möglichkeiten für Friedensgespräche seien ausgeschöpft. Zudem kündigte er an, den illegalen Kokaanbau mit Herbizid-Sprühflügen bekämpfen zu wollen. Als eine seiner ersten Amtshandlungen werde er Kolumbien der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen Initiative »Shield of the Americas« anschließen. De la Espriella gilt als Verbündeter Trumps. Um das Vertrauen von Unternehmen und Investoren zurückzugewinnen, versprach der neue Präsident, die öffentlichen Ausgaben einzufrieren und das Steuersystem zu vereinfachen. Der Staatsapparat soll um bis zu 40 Prozent verkleinert, die Öl- und Gasindustrie wieder angekurbelt werden. Beliebte Sozialprogramme sollen jedoch erhalten bleiben. An die Unternehmen gewandt, erklärte De la Espriella, seine Regierung werde ein verlässlicher Partner für Investoren sein. Der 48-Jährige hatte die Stichwahl im Juni gewonnen; bis dahin hatte er noch nie ein gewähltes politisches Amt bekleidet. Als Anwalt vertrat er prominente Angehörige rechter paramilitärischer Gruppen. »Ich bin angetreten, um ein langes Kapitel der nationalen Resignation zu schließen und gemeinsam mit dem Volk unser Schicksal so grundlegend wie nie zuvor neu zu gestalten«, sagte De la Espriella.