Kolumbien bittet Trump nach Erdbeben um „vorübergehende Aussetzung der hohen Zölle“
Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella hat angesichts der enormen Erdbebenschäden in seinem Land bei US-Präsident Donald Trump um eine Aussetzung der Zölle gebeten. Dies teilte der neue kolumbianische Staatschef am Samstagabend auf der Plattform X mit. Von Trump gibt es bislang keine öffentliche Reaktion dazu. De la Espriella berichtete von einem zehnminütigen Telefonat mit seinem Amtskollegen, der ihn im Wahlkampf unterstützt hatte. Bei dem Gespräch habe er Trump gebeten, eine „vorübergehende Aussetzung der hohen Zölle zu erwägen, die kolumbianische Produkte betreffen“. Dadurch solle kolumbianischen Unternehmern Erleichterung verschafft werden, die aufgrund des Erdbebens „sehr schwierige Zeiten“ durchlebten. Vor wenigen Tagen trat Kolumbien Trumps Anti-Drogen-Bündnis „The Shield of the Americas“ bei. Dabei vereinbarten Kolumbien und die USA laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auch gemeinsame militärische Operationen gegen die Drogenkartelle. Wirtschaftlicher Notstand nach Erdbeben Bereits am Donnerstag hatte Abelardo de la Espriella die Notlage des Staates unterstrichen. „Angesichts der Größe dieser Tragödie haben wir beschlossen, den wirtschaftlichen Notstand auszurufen, um außergewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen, die es uns ermöglichen, den betroffenen Familien zu helfen und den Wiederaufbau der geschädigten Gebiete zu beschleunigen“, schrieb der Präsident auf X.