Kolumbien: Schweres Erdbeben bringt Gebäude zum Einsturz - mindestens 111 Tote
Bei einem schweren Erdbeben in Kolumbien sind mindestens 111 Menschen gestorben. Zudem gebe es 87 Verletzte, wie Präsident Abelardo De La Espriella am Montag erklärte. Allein in dem für den Kaffeeanbau bekannten Departamento Risaralda mit der Regionalhauptstadt Pereira starben nach Behördenangaben vom Montag mindestens 40 Menschen. Im Departamento Valle del Cauca mit der Regionalhauptstadt Cali gab es 27 Tote. Weitere zwei Menschen starben in der Stadt Manizales. Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke des Bebens, das bis ins angrenzende Ecuador zu spüren war, mit 7,4. Es ereignete sich in einer Tiefe von 107 Kilometern. Das Epizentrum des Bebens lag laut USGS und der kolumbianischen Erdbebenwarte rund 400 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogotá in San José Del Palmar in der Region Chocó. Auch in Cali, der mit rund zwei Millionen Einwohnern drittgrößten Stadt Kolumbiens, stürzten Gebäude ein. Bürgermeister Alejandro Eder sagte, in mindestens 19 eingestürzten Häusern seien Menschen eingeschlossen. Der 64 Jahre alte Taxifahrer Jorge Moncayo berichtete, er habe von seinem Haus in den Bergen aus Staubwolken über der Stadt aufsteigen sehen, als Gebäude zusammenbrachen. Sein ganzes Haus habe geschwankt, sagte er. Ein so starkes Erdbeben habe er noch nie erlebt. In Manizales stürzte ein Turm der neugotischen Kathedrale ein und fiel auf das Kirchenschiff. Bürgermeister Jorge Eduardo Rojas warnte die Einwohner der Stadt vor möglichen Nachbeben.