DAX -0,76 % 26.239,89 Pkt 09:21:14 MDAX -0,73 % 32.227,92 Pkt 09:21:14 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.507,84 Pkt 09:21:00 Dow Jones -0,71 % 53.459,78 Pkt 22:42:57 S&P 500 -0,69 % 7.745,06 Pkt 22:42:27 Nasdaq -0,59 % 26.644,91 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,54 % 67.460,73 Pkt 08:45:03 Gold +0,91 % 4.458,00 USD 09:26:03 Silber -1,12 % 65,38 USD 09:26:12 Brent +0,07 % 90,93 USD 09:26:02 WTI +0,41 % 84,85 USD 09:26:01 Bitcoin -0,51 % 64.179,74 USD 09:36:01 EUR/USD +0,04 % 1,15790 USD 09:35:55 EUR/GBP +0,15 % 0,85570 GBP 09:36:14 EUR/CHF -0,20 % 0,93860 CHF 09:36:14 EUR/JPY +0,33 % 184,896 JPY 09:36:05

Kommentar: Apple lässt sich die Speicherkrise vergolden

Technologie

Weiterlesen nach der Anzeige Erst im Frühjahr mischte Apple mit seinem günstigen MacBook Neo die Notebook-Mittelklasse auf. Und hielt die Gerätepreise allgemein entgegen dem vorherrschenden Trend stabil. Doch nun gehen die Preise für das Neo und andere Apple-Hardware deutlich hoch: Beim Neo sind es 14 Prozent Aufschlag, beim MacBook Air fast 17 Prozent, beim iPad A16, der einfachsten und im Schulbereich besonders oft genutzten iPad-Variante, schnellen die Verkaufspreise um fast 30 Prozent nach oben. Auch wenn Schüler und Studenten bei Apple und dessen Händlern Preisnachlässe bekommen, legten einige Bildungseinrichtungen den Einkauf der Schüler-Tablets daraufhin erst mal auf Eis. Ein Kommentar von Ulrike Kuhlmann Ulrike Kuhlmann ist leitende Redakteurin im Hardware-Ressort der c’t. Sie mag alles, was leuchtet und ist Host des c’t-Verbraucherschutz-Podcast „Vorsicht, Kunde!“. Insbesondere die Preiserhöhung beim brandneuen Neo hat einen Beigeschmack, denn die Speicherkrise war schon Ende 2025 bekannt und spätestens im Frühjahr virulent. Hat sich das Neo einfach zu gut verkauft und Apple nicht genug Speicher reserviert? Oder hat Apple den Einstiegspreis bewusst niedrig gewählt, um einen Pflock einzuschlagen? Besonders perfide: Wer macOS nutzen möchte, muss in den goldenen Apfel beißen und hat anders als bei Windows oder Linux keine freie Geräteauswahl. Und bei fallenden Speicherpreisen? Als wertvollstes Unternehmen der Welt wurde Apple zwar wieder von Nvidia überholt, es sorgt aber anders als die meisten Tech-Riesen immer noch für steigende Aktienkurse und verzeichnet Gewinnmargen, von denen andere nur träumen. Angesichts der Milliardensummen, die Apple einsackt, wundere ich mich ob der heftigen Preissteigerungen. Weiterlesen nach der Anzeige Klar, trotz langfristiger Lieferverträge steigen in Zeiten knapper Speicher auch für Apple irgendwann die Kosten. Doch ob man die gerade bei den Einstiegsgeräten für den Bildungsbereich durchreichen muss? Ich finde das unelegant. Man hätte ja auch einfach ein kleines bisschen weniger verdienen können – mal so ganz unwirtschaftlich in die Tüte gesprochen. „Wir wissen, dass dies keine willkommene Nachricht ist, und wir arbeiten unermüdlich daran, Lösungen zu finden“, erklärte Tim Cook jüngst. Einer seiner Ansätze: Er möchte mit chinesischen Speicherherstellern zusammenarbeiten, die auf US-Sanktionslisten stehen. Keine Ahnung, ob ihm das gelingt. Aber falls ja oder falls die Speicherpreise aus irgendeinem anderen Grund fallen: Reicht Apple die niedrigeren Kosten dann auch so konsequent an seine Kundschaft weiter? Ich bin gespannt.

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