Kommentar: Wir sollten Sam Altman, Elon Musk oder Dario Amodei nicht jedes Wort glauben
Düsseldorf. Die Aussagen lassen aufhorchen. „Es wird zu KI-Zwischenfällen kommen“, sagte Sam Altman, Chef von OpenAI, vor wenigen Tagen im Handelsblatt. Elon Musk, Chef von KI-Entwickler xAI, ging vor Kurzem im Gespräch mit „The Economist“ noch weiter: In fünf Jahren würde Künstliche Intelligenz schlauer sein als die Menschheit – und uns so betrachten, wie wir Schimpansen sehen. In Vorhersagen hält sich auch Dario Amodei, Gründer von OpenAI-Konkurrent Anthropic, nicht zurück. Schon in diesem oder spätestens im nächsten Jahr würde es eine AGI geben, also eine KI auf dem Niveau eines einzelnen, durchschnittlichen Erwachsenen. Amodei sieht ein „Land voller Genies, das in einem Rechenzentrum lebt“. Solche Prognosen sind aus mehreren Gründen mit Vorsicht zu genießen. Oft wirbeln die Begriffe durcheinander, so ist beispielsweise AGI nicht das Gleiche wie eine Superintelligenz. Die besteht erst, wenn die KI intelligenter ist als die gesamte Menschheit. Amodei nimmt das Wort auch nicht in den Mund, weil es ihm zu sehr nach Science-Fiction klingt. Musk hingegen hat solche Bedenken nicht. Er sagt eine Welt des Überflusses durch KI vorher, in der Geld keine Rolle mehr spiele – eine interessante Äußerung des reichsten Menschen der Welt.