Kommunalwahl in Niedersachsen: Erste Hochrechnung sieht CDU bei Kommunalwahl in Niedersachsen vorn
Bei der Kommunalwahl in Niedersachsen ist die CDU stärkste Kraft geworden. Das geht aus eurer Hochrechnung vom Abend im Auftrag des NDR basierend auf Daten von Infratest dimap hervor. Demnach verschlechterte die CDU sich im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2021 von 31,7 auf 27,7 Prozent. Sie liegt dennoch vor SPD und AfD.
Die SPD verlor ebenfalls Stimmen im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren, sie sank von 30 auf 24,5 Prozent. Die AfD war mit 16,5 Prozent drittstärkste Kraft. Im Vergleich zu 2021 konnte sie ihr Ergebnis nach aktuellem Stand mehr als verdreifachen. Auch die Linke konnte ihr Ergebnis verbessern: Sie lag in der Hochrechnung bei 5,9 Prozent.
Die Grünen erreichten 13,6 Prozent. 2021 hatten sie bei 15,9 Prozent gelegen. Die FDP sank von 6,5 auf 3,6 Prozent. Sonstige Parteien kamen auf 8,2 Prozent der Stimmen. Die Hochrechnung berücksichtigt die Ergebnisse der Stadtratswahlen in den kreisfreien Städten, der Kreistagswahlen in den Landkreisen sowie der Wahl der Regionsversammlung in der Region Hannover.
Wahlbeteiligung um 16.30 Uhr bei mehr als 50 Prozent
Bei der Kommunalwahl am Sonntag gaben mehr Menschen ihre Stimme ab als noch vor fünf Jahren. Rund 6,3 Millionen Menschen waren aufgerufen, in den Landkreisen, Städten und Gemeinden ihre Kommunalvertretungen zu wählen. Außerdem wurden Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte gewählt. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlleitung um 16.30 Uhr bei 50,67 Prozent. Mit dem vorläufigen Endergebnis wird erst am Montagmorgen gerechnet.
Fest steht bereits, dass das Rathaus in Wolfsburg CDU-geführt bleibt. Amtsinhaber Dennis Weilmann (CDU) holte bei der Oberbürgermeister-Wahl mit 50,1 Prozent die absolute Mehrheit. Karsten Schneider von der SPD kam auf 15,5 Prozent und lag damit vor Thomas Schick von der AfD mit 14,1 Prozent.
Stichwahl in Hannover
In der Landeshauptstadt Hannover deutete sich eine Stichwahl an. Nach Auszählung von mehr als zwei Dritteln der Stimmen lag der amtierende Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) deutlich vor seinem SPD-Herausforderer Axel von der Ohe. Keiner der beiden erreichte jedoch eine absolute Mehrheit. Die Stichwahl ist für den 27. September 2026 angesetzt.
Auch bei der Bürgermeisterwahl in Stade kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl. Dort erreichte Kai Koeser (SPD) 34,6 Prozent der Stimmen, Arne Kramer (CDU) erhielt indes 33,1 Prozent.