Königin Mette-Marit stellte sich gegen Haakons möglichen Thronverzicht
Im Video oben: Warum Mette-Marit und Haakon bisher nicht ins Schloss ziehen.
Heute stehen König Haakon (53) und Königin Mette-Marit (53) an der Spitze der norwegischen Monarchie. Doch vor 25 Jahren war längst nicht klar, ob ihre Liebe tatsächlich einmal bis auf den Thron führen würde. Die Beziehung des Kronprinzen zur bürgerlichen Mette-Marit sorgte für heftige Diskussionen – und sogar Haakons Zukunft als König stand zeitweise zur Debatte.
Ein wieder veröffentlichtes Interview gibt nun einen bemerkenswerten Einblick in Mette-Marits damalige Gedankenwelt. Die norwegische Tageszeitung „Dagsavisen“ brachte am 11. September 2026 ihr erstes Einzelinterview erneut heraus. Das Gespräch war ursprünglich am 16. Juni 2001 erschienen – nur wenige Wochen vor der Hochzeit des Paares.
Heute lesen sich einige ihrer Aussagen wie historische Dokumente. Besonders interessant ist dabei ihre Haltung zu einer Frage, die damals über Haakons Zukunft schwebte: Was wäre gewesen, wenn er sich zwischen seiner großen Liebe und der Krone hätte entscheiden müssen?
Mette-Marit über Haakon: „Man muss das ganze Paket akzeptieren“
Mette-Marit machte schon damals unmissverständlich klar, dass sie Haakon nicht von seiner königlichen Rolle trennen wollte. Für sie gehörte beides untrennbar zusammen. „Wenn man eine Beziehung eingeht, entscheidet man sich für den ganzen Menschen. Als ich mich für Haakon entschieden habe, habe ich mich auch für Haakon als Kronprinzen entschieden.“
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Für sie gehörten der private Haakon und seine öffentliche Aufgabe untrennbar zusammen. Man könne einen Menschen nicht in einzelne Teile zerlegen und sich nur das aussuchen, was ins eigene Leben passt: „So wird man nie glücklich. Man muss gewissermaßen das ganze Paket akzeptieren“, war sich Mette-Marit damals schon sicher.
Mette-Marit stellte sich gegen Haakons möglichen Thronverzicht
Damals war die Beziehung von Haakon und Mette-Marit stark umstritten. 29 Prozent der Norweger glaubten, sie schade der Monarchie, 25 Prozent wollten Mette-Marit selbst nach einer Hochzeit nicht als Königin sehen. Haakon hielt trotz der Kritik an ihr fest und wurde dabei von Harald und Sonja unterstützt.
Auch ein möglicher Thronverzicht stand im Raum. Mette-Marit machte jedoch klar, dass Haakons Rolle als Kronprinz für sie untrennbar zu ihm gehörte – und sie nicht wollte, dass er diesen Teil seines Lebens für ihre Liebe aufgibt.
Dazu meinte sie in dem Interview: „Ich glaube nicht, dass Haakon glücklich wäre, wenn er diesen Teil seines Lebens aufgeben würde.“ Er habe sein ganzes Leben damit verbracht und sei mit der Erwartung aufgewachsen, eines Tages diese Aufgabe zu übernehmen. Dann brachte Mette-Marit ihre Haltung mit einem bemerkenswert klaren Satz auf den Punkt: „Ich würde ihn davon nicht abschneiden.“
Haakon dachte tatsächlich über einen Verzicht nach
Wie ernst die Frage damals war, zeigte sich nur wenige Wochen später. Ende Juni 2001 sprachen Haakon und Mette-Marit in Oslo mit dem „Times“-Journalisten Martin Fletcher. Über das Gespräch berichteten „Dagbladet“ und „VG“ am 13. Juli.
Dabei bestätigte Haakon höchstpersönlich, dass ein Thronverzicht zumindest einmal als Gedanke im Raum gestanden hatte. Das Paar habe zeitweise sogar bezweifelt, ob eine Hochzeit überhaupt möglich sein würde.
Damit wurde deutlich: Mette-Marits Aussage gegenüber „Dagsavisen“ war keineswegs rein hypothetisch. Haakon hatte sich tatsächlich mit der Frage auseinandergesetzt, ob seine Liebe und seine zukünftige Rolle als König miteinander vereinbar sein würden. Zum Glück hat er sich am Ende für die Liebe entschieden ...
Mit Material von Dana Press