DAX -0,23 % 26.259,72 Pkt 11:41:06 MDAX -0,98 % 32.089,02 Pkt 11:41:05 Euro Stoxx 50 +0,01 % 6.536,21 Pkt 11:41:00 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +1,56 % 4.429,90 USD 11:46:02 Silber -0,09 % 65,05 USD 11:45:31 Brent +2,42 % 89,84 USD 11:46:00 WTI +2,67 % 84,32 USD 11:46:04 Bitcoin +0,46 % 64.202,30 USD 11:55:57 EUR/USD -0,13 % 1,15410 USD 11:55:24 EUR/GBP -0,27 % 0,85430 GBP 11:56:05 EUR/CHF +0,19 % 0,93570 CHF 11:56:05 EUR/JPY +0,71 % 183,759 JPY 11:56:05

Kontron gehört nun fast zur Hälfte Foxconn

Wirtschaft

close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Der taiwanische Elektronikkonzern Foxconn (Hon Hai Technology Group) hat seinen Anteil an der österreichischen Kontron AG (vormals S&T) auf 48,36 Prozent der Aktien erhöht. Das ist das Ergebnis eines mauen Pflichtangebots, das die Taiwaner nach Überschreiten der 30-Prozent-Grenze stellen mussten. Damit bleibt Kontron eigenständig, zumal Foxconn kein Interesse an einer Aktienmehrheit hat. Weiterlesen nach der Anzeige Das hat die Kontron AG Montagabend in Linz bekanntgegeben. Deren Management hatte den Aktionären geraten, das Pflichtangebot nicht anzunehmen, da es zu niedrig sei. Die Kooperation mit Foxconn soll jedoch intensiviert werden, um „mittelfristig 40 Millionen Euro an Synergien zu erzielen.” Kontron notiert im SDAX und TechDAX der Deutschen Börse und ist auf vernetzte Embedded-Technik fokussiert. Zum Portfolio gehören Hard- und Software, von spezialisierten Motherboards über Industriecomputer und Kommunikationslösungen für den Schienenverkehr wie GSM-R und TETRA bis zu VMX (Nachfolger des VME-Bussystems) und KontronOS, einem linuxbasierten Betriebssystem für das industrielle Internet of Things (IoT). Seit zwei Jahren gehört auch die deutsche Katek SE zu Kontron. Katek bietet unter anderem Elektroniklösungen für den Medizinsektor, erneuerbare Energie und Ladestationen. Von Gericom zu Kontron Kontron hat eine lange Geschichte voller Übernahmen und Abspaltungen hinter sich. Der österreichische Teil geht auf die 1990 in Linz gegründete Gericom AG zurück, die beispielsweise Notebooks, Fernsehapparate und andere Unterhaltungselektronik herstellte (später Quanmax AG). 2012 verschmolz das Unternehmen mit der Wiener S&T System Integration & Technology Distribution AG. 2016 stieg Foxconn über seine Sparte Ennoconn durch eine Kapitalerhöhung plus Aktienkäufe als größter Aktionär mit 29,4 Prozent bei der S&T ein. S&T nutzte das Geld dazu, sich am deutschen Embedded-Computer-Unternehmen Kontron zu beteiligen. Diese Firma geht wiederum auf einen 1959 in Zürich gegründeten Dienstleister für wissenschaftliche Geräte zurück. 2017 wurden S&T und Kontron verschmolzen, seit 2022 trägt das gesamte Unternehmen letzteren Namen. Jüngst hat Kontron in Düsseldorf die Produktion von 5G-Modulden für KFZ und industrielle Anwendungen aufgenommen. Dieses Jahr überschritt die Beteiligung der Foxconn die 30-Prozent-Marke. Damit musste Foxconn ein Übernahmeangebot stellen. Dieses wurde jedoch bewusst niedrig gehalten, um keine Mehrheit zu erlangen. Deren Übernahme haben die Taiwaner knapp vermieden. Gleichzeitig wird es kaum möglich sein, bei Kontron Aktionärsmehrheiten gegen Foxconn zu finden. Weiterlesen nach der Anzeige

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