Korea-KI-Crash: Börse stoppt Handel! Kommt jetzt der große KI-Crash?
Die KI-Euphorie in Südkorea schlägt in einen massiven Ausverkauf um. Der Kospi brach am Donnerstag zeitweise um acht Prozent ein. Die Börse setzte den Handel für 20 Minuten aus, berichtet Bloomberg. Samsung Electronics und SK Hynix verlieren jeweils mehr als neun Prozent.
Die Flucht hat zwei Treiber: Einerseits stiegen die US-Verbraucherpreise im September so schnell wie seit fünf Monaten nicht mehr. Das nährt die Angst vor weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Zugleich wachsen die Zweifel, ob sich die gewaltigen Investitionen in die KI-Infrastruktur dauerhaft finanzieren lassen.
Zum Warnsignal wird CoreWeave. Die im Jahr 2032 fälligen Anleihen des Unternehmens fallen auf etwa 78 Cent je Dollar Nennwert – ein Niveau, das typischerweise finanzielle Bedrängnis anzeigt. Auch die Aktie gerät massiv unter Druck. Selbst starke Zahlen von Samsung und ASML können die Anleger nicht beruhigen.
Besonders brutal trifft es SK Hynix: Die Aktie liegt inzwischen 57 Prozent unter ihrem Sommerhoch. Seit dem Rekord sind mehr als 660 Milliarden US-Dollar Börsenwert verschwunden. Zuvor war der Kurs innerhalb von zwölf Monaten um mehr als 1.000 Prozent gestiegen.
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Allein am Donnerstagmorgen verkauften ausländische Investoren Kospi-Aktien für 1,8 Milliarden US-Dollar. Im Oktober summieren sich ihre Verkäufe bereits auf mehr als zehn Milliarden US-Dollar, so Bloomberg.
Der Ausverkauf greift auf andere Märkte über. So fällt Japans Nikkei 225 um mehr als fünf Prozent und Taiwans Taiex um mehr als drei Prozent. Ein US-Halbleiterindex hat in sechs Verlusttagen 1,6 Billionen US-Dollar Börsenwert eingebüßt.
Trotz des Absturzes bleibt Vorsicht geboten: Der Kospi wird mit weniger als dem Fünffachen der erwarteten Gewinne bewertet. Kang DaeKwun, Chef von Life Asset Management, mahnt jedoch, dass sich Anleger vergewissern müssten, ob die Finanzierungsprobleme im Technologiesektor gelöst sind. Der nächste Test folgt am Donnerstag mit den Zahlen des Chipkonzerns TSMC.
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreetONLINE Redaktion
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