Korruptionsvorwürfe: Weißes Haus ermittelt wohl wegen dubioser Nachricht gegen Grenell
Düsseldorf. Im Streit zwischen zwei prominenten Vertrauten des US-Präsidenten Donald Trump untersucht das Weiße Haus eine Überweisung von 17,6 Millionen Dollar aus der Demokratischen Republik Kongo an ein texanisches Rüstungsunternehmen. Das berichteten die „New York Times“ und das Nachrichtenportal Axios übereinstimmend unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.
Im Zentrum steht der frühere US-Botschafter und Sondergesandte für Venezuela, Richard Grenell. Er leitete zum Zeitpunkt der Zahlung das John-F.-Kennedy-Center for the Performing Arts in Washington. Trumps frühere Anwältin Alina Habba, ehemals Staatsanwältin für New Jersey, beschuldigt dem Bericht zufolge Grenell, einen Teil des Geldes entwendet zu haben.
Laut Axios stürmte sie am 9. Oktober ins Oval Office und rief: „Ric hat das Geld gestohlen!“ Die Überweisung stammt wohl aus einem Geschäft, das ihr heutiger Ehemann, der türkische Investor Turhan Mildon, 2025 abwickelte. Nach Darstellung der Anwälte war es für das Kennedy Center bestimmt, kam dort aber nie an. Grenell wies die Anschuldigungen zurück. Gegenüber der „New York Times“ nannte er sie „absurd“, Axios gegenüber sprach er von „Lügen“.