Kosten für Bestattungen steigen: Sterben wird teurer
Dieser Ausdruck wurde am 27.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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Kosten für Bestattungen Sterben teurer als Leben
Es mag makaber klingen, aber die Bestattungsbranche boomt. Die Zahl der Azubis hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Und auch die Kosten für Bestattungsleistungen sind gestiegen. Das lohnt sich auch für Kommunen.
26.10.2026, 15.27 Uhr
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Miete, Benzin, Lebensmittel, und nun wird auch noch das Sterben teurer. Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren sind zuletzt überdurchschnittlich im Preis gestiegen. Verbraucher mussten dafür 2025 im Schnitt 3,2 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum nur um 2,2 Prozent. Auch Särge, Urnen, Grabsteine und andere Begräbnisartikel verteuerten sich. Hier stiegen die Preise im Durchschnitt um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In den rund 4200 Unternehmen des Bestattungshandwerks sind rund 32.000 Menschen berufstätig. 2024 erwirtschafteten sie einen Umsatz von 2,37 Milliarden Euro. Und in der alternden Gesellschaft wächst die Nachfrage.
Laut Statistischem Bundesamt sind im vergangenen Jahr hierzulande rund eine Million Menschen gestorben. Das waren rund neun Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.
Seit 2015 hat sich in der Branche die Zahl der Auszubildenden mehr als verdoppelt und im vergangenen Jahr mit 900 jungen Menschen einen neuen Höchststand erreicht. Häufiger als von Männern wird die duale Ausbildung zur Bestattungsfachkraft mittlerweile von Frauen gewählt, die einen Anteil von 61 Prozent ausmachen.
Für die Kommunen sind Friedhöfe zugleich eine Einnahmequelle. Städte und Gemeinden in den Flächenländern nahmen 2024 rund 951,9 Millionen Euro aus Gebühren und ähnlichen Entgelten im Friedhofs- und Bestattungswesen ein. Das waren 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und gut ein Drittel mehr als 2014.
Können Angehörige die Kosten einer Bestattung nicht aus dem Nachlass oder eigenen Mitteln tragen, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Sozialhilfe einspringen. Die Sozialhilfeträger gaben 2025 brutto 51,6 Millionen Euro für solche Sozialbestattungen aus. Das waren 16,3 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. 2015 hatten die Ausgaben bei 61,7 Millionen Euro gelegen. Rund 15.400 Menschen erhielten 2025 eine Übernahme beantragter Bestattungskosten. Zehn Jahre zuvor waren es noch knapp 23.400.
czl/dpa/KNA