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Kostenlose Umbuchung: Passagiere wollen nicht auf Trump-Airport landen

Welt

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen West Palm Beach – Seit dem 9. Juli 2026 trägt der Flughafen von West Palm Beach (USA) offiziell den Namen von US-Präsident Donald Trump (80). Doch die Umbenennung sorgt bei so manchem Reisenden für Unmut. Viele Passagiere wollen nun nicht mehr auf diesem Flughafen landen, drohten mit Boykott. Das brachte die größte Fluglinie der Welt, United Airlines, in Erklärungsnot. Ausgangspunkt war ein internes Schreiben von United Airlines. Darin wurden Mitarbeiter über die Umbenennung des bisherigen Palm Beach International Airport informiert. Der Flughafen heißt seit dem 9. Juli offiziell „President Donald J. Trump International Airport“. Am 18. August wird auch der internationale 3-Letter-Code des Flughafens von PBI auf DJT geändert. Laut übereinstimmenden US-Berichten enthielt das Memo, das „Live And Let’s Fly“ vorliegt, eine ungewöhnliche Anweisung: Kunden, die nicht mehr zu dem umbenannten Flughafen fliegen wollten, sollten ohne Aufpreis auf Flüge nach Fort Lauderdale (FLL) oder Miami (MIA) umgebucht werden können. Mitarbeiter erhielten dafür sogar einen Gesprächsleitfaden. Demnach sollten Servicemitarbeiter sinngemäß erklären, dass man Verständnis für den Wunsch habe, einen anderen Flughafen anzufliegen, und entsprechende Alternativen anbieten könne. Die Umbuchung sollte als sogenannter „even exchange“ erfolgen – also ohne Tarifdifferenz für die Kunden. Normalerweise gibt es kostenlose Umbuchungen nur bei Flugausfällen oder großen Verspätungen. Nachdem die Anweisung öffentlich geworden war, ruderte United Airlines zurück: Ein Sprecher erklärte, das Memo sei „schlecht formuliert“ und „nicht korrekt“ gewesen. Die offizielle Unternehmenspolitik sehe keine kostenlosen Umbuchungen allein wegen des Namens eines Flughafens oder eines Airport-Codes vor. Allerdings: Die Fluggesellschaft bestreitet die Existenz des Memos nicht. Mehrere US-Berichte kommen vielmehr zu dem Schluss, dass die entsprechende Passage nach der Veröffentlichung wieder aus den internen Anweisungen entfernt wurde. Aus interner Anweisung wurde inzwischen eine nationale Debatte. Die Geschichte wurde zunächst vom Luftfahrtblog „Live and Let’s Fly“ veröffentlicht. Anschließend griffen zahlreiche US-Medien den Fall auf. Unter anderem berichteten „CBS12 Florida“, „The Hill“ und weitere Nachrichten- und Reiseportale über die Vorgänge und die spätere Distanzierung von United Airlines. Umbenennung kostet 5,5 Millionen US-Dollar Noch ist der Wandel des Palm Beach International Airport zum Trump-Flughafen nicht abgeschlossen. Für neue Schilder, das neue Branding und weitere Anpassungen zur Umbenennung rechnen die Behörden mit Kosten von bis zu 5,5 Millionen US-Dollar, umgerechnet etwa 4,8 Millionen Euro.

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